Färber-Villamille (Villamillia tinctoria)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Villamillia tinctoria - Botanische Merkmale und Verbreitung

Die neotropische Pflanze Villamillia tinctoria besiedelt vor allem die feuchten Bergwälder Südamerikas. Historisch erlangte sie Aufmerksamkeit durch ihre pigmentreichen Beeren, die von indigenen Gemeinschaften genutzt wurden.

Sie wächst bevorzugt im schattigen Unterholz und ist an humide Mikroklimata angepasst. Außerhalb ihres natürlichen Habitats ist sie nur selten anzutreffen.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superasterids
  • Ordnung Caryophyllales
  • Familie Phytolaccaceae (Kermesbeerengewächse)
  • Gattung Villamillia (Villamil-Kermesbeere)
  • Art Villamillia tinctoria (Färber-Villamille)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die Pflanze wächst als ausdauernder Strauch oder kleiner Baum mit überhängenden Ästen. Ihre Laubblätter sind wechselständig angeordnet, eiförmig bis lanzettlich geformt und weisen eine ausgeprägte Nervatur auf.

Die Blütenstände sind als schlanke Trauben ausgebildet und tragen zahlreiche kleine, unscheinbare Blüten. Aus diesen entwickeln sich fleischige, dunkle Beeren mit einem intensiv pigmentierten roten Saft.

Anwendungen

Traditionell fand der pigmentierte Saft der Beeren von Villamillia tinctoria Verwendung als natürlicher Farbstoff. Er diente unter anderem dem Färben von Textilien und Naturfasern.

In der modernen Forschung wird die Pflanze gelegentlich auf ihre phytochemischen Inhaltsstoffe untersucht. Eine kommerzielle forstwirtschaftliche Nutzung findet jedoch nicht statt.

Interessante Fakten

Das Epitheton tinctoria leitet sich vom lateinischen Wort für „Färberin“ ab. Dies deutet direkt auf die charakteristischen, färbenden Eigenschaften der Früchte hin.

Die Art trägt zur Biodiversität der andinen Bergwälder bei und dient verschiedenen lokalen Tierarten als Nahrungsquelle.

Verbreitungsgebiet

  • Kolumbien
  • Ecuador
  • Peru
  • Venezuela

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO)
  • World Flora Online (WFO)
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)

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