Sichuan-Götterbaum
Eine großfrüchtige Varietät des bekannten Götterbaums, die in China vorkommt und traditionell genutzt wird.
Mit der Faszination für die Chinoiserie des 18. Jahrhunderts fand ein Baum seinen Weg nach Europa, der heute die Gemüter von Gärtnern und Ökologen gleichermaßen erhitzt. Der Götterbaum, wissenschaftlich als Ailanthus altissima bezeichnet, stammt ursprünglich aus China und Taiwan.
Seine Fähigkeit, selbst unter extremen Bedingungen in städtischen Asphaltritzen zu gedeihen, brachte ihm den Spitznamen „Ghetto-Palme“ ein. In vielen Ländern gilt er mittlerweile als hartnäckiger Neophyt, dessen Ausbreitung mühsam kontrolliert werden muss.
Der Götterbaum wächst als mittelgroßer, sommergrüner Baum, der Höhen von 27 bis über 30 Metern und einen Stammdurchmesser von bis zu 1,6 Metern erreichen kann. Seine graubraune Borke bleibt lange relativ glatt und bildet im Alter flache Risse aus.
Die großen, wechselständigen Fiederblätter sind meist 40 bis 90 Zentimeter lang und bestehen aus 20 bis 30 lanzenförmigen Fiederblättchen. Charakteristisch sind zwei bis vier Drüsen an der Basis jedes Blättchens, die einen unangenehmen, ranzig-nussigen Geruch abgeben, wenn man sie zerreibt.
Die Art ist meist zweihäusig getrenntgeschlechtig. Seine kleinen, gelblich-grünen Blüten stehen in bis zu 60 Zentimeter langen Rispen zusammen. Aus den weiblichen Blüten entwickeln sich im Spätsommer flache, schraubig gedrehte Flügelnüsse (Samara), die sich intensiv rot färben.
In Mitteleuropa blüht der Baum meist im Juli, in südlicheren Regionen beginnt die Blütezeit bereits ab April.
In China dient das Laub von Ailanthus altissima als Futterquelle für die Seidenspinnerart Samia cynthia, die die robuste Shantung-Seide produziert. Das dichte, hellgelbe Holz lässt sich gut verarbeiten und wird traditionell für chinesische Dampfgarer aus Holz sowie für den Möbelbau verwendet.
Die getrocknete Rinde, im Handel als Chun Bai Pi bekannt, hat eine lange Geschichte in der traditionellen chinesischen Medizin zur Behandlung von Ruhr und Blutungen. Zudem wird das darin enthaltene Quassinoid Ailanthon für seine medizinischen Eigenschaften erforscht.
Eine großfrüchtige Varietät des bekannten Götterbaums, die in China vorkommt und traditionell genutzt wird.
Eine dekorative Form des Götterbaums mit auffallend roten Früchten und rötlichen jungen Trieben.
Die typische Varietät des Götterbaums, bekannt für ihre extreme Anpassungsfähigkeit und invasive Verbreitung.
Eine seltene Varietät des Götterbaums (Ailanthus altissima), die in den Bergwäldern Nordtaiwans endemisch ist.
Taxonsynonyme: Ailanthus glandulosa
Ailanthus excelsa
Ein großer, laubabwerfender Baum Südasiens, geschätzt für den Erosionsschutz, seine medizinische Verwendung und als Feinstaubfilter.
Ailanthus kurzii
Ein stattlicher Götterbaum der tropischen und subtropischen Wälder Südostasiens und Südchinas.
Ailanthus vilmoriniana
Ein dekorativer Laubbaum aus Westchina, der sich durch eine intensiv rote, behaarte Blattrachis und feine …
Ailanthus triphysa
Ein großer, immergrüner Regenwaldbaum aus Asien und Australien, bekannt für sein geschätztes Halmaddi-Harz.