Java-Brucea
Brucea javanica
Eine ostasiatische Wildpflanze mit intensiv bitteren Eigenschaften und langer Tradition in der asiatischen Volksmedizin.
Unter dem Namen Ruhr-Bitteresche erlangte dieses afrikanische Gehölz historische Bekanntheit in der traditionellen Medizin.
Die Pflanze wächst als Strauch oder kleiner Baum in den Bergwäldern und an Waldrändern des tropischen Afrikas. Sie gedeiht bevorzugt in Höhenlagen zwischen 1750 und 2500 Metern über dem Meeresspiegel.
Dieses ausdauernde Gehölz erreicht Wuchshöhen von bis zu sieben Metern.
Es handelt sich um eine einhäusige Pflanze mit wechselständigen, gefiederten Blättern. Die kleinen, gelblich-grünen Blüten reifen zu auffälligen, gelb-roten Steinfrüchten heran, die für Weidevieh hochgradig giftig sind.
In der afrikanischen Volksmedizin besitzen Rinde, Wurzeln und Früchte einen hohen Stellenwert bei der Behandlung von Ruhr (Dysenterie).
Zudem werden Blätter und Samen zur Linderung von Hautkrankheiten, Wunden und Leishmaniose eingesetzt. Moderne pharmakologische Studien bestätigen die Wirkung bestimmter Inhaltsstoffe gegen Amöben und andere Krankheitserreger.
Der Artname antidysenterica verweist direkt auf die historische Anwendung gegen die Ruhr.
Während die Pflanze für Menschen heilsame Extrakte liefert, können die gelb-roten Früchte für Schafe und Ziegen bei Verzehr tödlich sein.
Brucea javanica
Eine ostasiatische Wildpflanze mit intensiv bitteren Eigenschaften und langer Tradition in der asiatischen Volksmedizin.
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