Java-Brucea (Brucea javanica)

Macassar-Kerne Kosam
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Brucea javanica: Wirkung, Merkmale und Herkunft der Heilpflanze

Unter den zahlreichen Heilpflanzen Ostasiens nimmt Brucea javanica eine besondere Stellung ein. Diese Wildpflanze wächst vor allem in sekundären Wäldern und offenen Landschaften.

Bekannt ist das Gewächs für seine extrem bitteren Inhaltsstoffe, die in allen Pflanzenteilen vorkommen. In vielen Herkunftsländern wird die Art seit Jahrhunderten geschätzt.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Brucea (Brucea-Strauch)
  • Art Brucea javanica (Java-Brucea)

Lebendiger Puls

Morphologie

Dieses Gehölz wächst als immergrüner Strauch oder kleiner Baum und erreicht Wuchshöhen von bis zu 5 Metern, in Ausnahmefällen sogar bis zu 10 Metern. Die Zweige und Laubblätter sind fein behaart, was der Pflanze eine samtige Textur verleiht.

Die gefiederten Blätter bestehen meist aus 7 bis 9 eiförmigen bis lanzettlichen Fiederblättchen mit deutlich gesägten Rändern. Jedes einzelne Blättchen kann bei Reife eine Länge von 20 bis 40 Zentimetern erreichen.

Die winzigen Blüten weisen einen Durchmesser von nur 1,5 bis 2 Millimetern auf und sind grünlich-weiß, grünlich-rot oder purpurfarben gefärbt. Sie sind in rispigen Blütenständen angeordnet. Die Pflanze ist einhäusig getrenntgeschlechtlich, besitzt also männliche und weibliche Blüten auf demselben Individuum.

Als Früchte werden kleine, eiförmige Steinfrüchte gebildet, die etwa 0,5 bis 0,8 Zentimeter lang sind. Bei der Reife nehmen die Früchte eine schwarz-graue Färbung an und werden im trockenen Zustand runzelig.

Blütezeit

Auf der Nordhalbkugel blüht die Pflanze von Juni bis Juli; in Australien reicht die Blütezeit von Oktober bis Februar.

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

In der traditionellen chinesischen Medizin haben die getrockneten Früchte eine lange Geschichte als Heilmittel gegen verschiedene Beschwerden. Zu den klassischen Anwendungsgebieten gehören:

  • Behandlung von Amöbenruhr und schweren Magen-Darm-Erkrankungen.
  • Einsatz bei der Therapie von Malaria in verschiedenen asiatischen Regionen.
  • Verwendung von Blätterextrakten bei Rückenschmerzen und Hautentzündungen.

Moderne wissenschaftliche Forschungen untersuchen zudem die in der Pflanze enthaltenen Quassinoide, insbesondere das sogenannte Brusatol. Diese Wirkstoffe zeigen in Laborstudien vielversprechende antitumorale Eigenschaften.

Interessante Fakten

Die extreme Bitterkeit aller Pflanzenteile dient der Wildpflanze als natürlicher Schutz vor Fraßfeinden. Selbst kleinste Mengen der Blätter oder Samen hinterlassen einen lang anhaltenden, bitteren Geschmack im Mund.

Ein einzelner reifer Baum kann eine beeindruckende Anzahl von über 2000 Früchten pro Saison produzieren. Dies sichert die Verbreitung der Art in den feuchten Tropen.

Verbreitungsgebiet

  • Indien
  • China
  • Australien
  • Indonesien
  • Malaysia
  • Philippinen
  • Sri Lanka

Technische Information

Taxonsynonyme: Brucea sumatrana, Brucea amarissima, Gonus amarissimus, Rhus javanica, Ailanthus gracilis, Brucea gracilis

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos