Europäischer Zürgelbaum typischer (Celtis australis subsp. australis)

Europäischer Zürgelbaum Südlicher Zürgelbaum Nesselbaum

Celtis australis subsp. australis: Der Europäische Zürgelbaum

Als landschaftsprägendes Element des Mittelmeerraums fasziniert Celtis australis subsp. australis durch seine ausladende Krone und Eleganz. Dieser sommergrüne Baum gehört zur Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae) und wächst bevorzugt in warmen, sonnigen Lagen. Seine Fähigkeit, steinige und trockene Böden zu besiedeln, macht ihn zu einem Pioniergehölz.

Seit Jahrhunderten schätzen die Menschen diesen Baum sowohl als Schattenspender als auch für praktische Anwendungen. Er ist eng mit der Kulturgeschichte des Mittelmeergebietes verbunden.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • Ordnung Rosales
  • Familie Cannabaceae (Hanfgewächse)
  • Gattung Celtis (Zürgelbäume)
  • Art Celtis australis (Europäischer Zürgelbaum)
  • Unterart Celtis australis subsp. australis (Europäischer Zürgelbaum typischer)

Lebendiger Puls

Morphologie

Dieses Gehölz erreicht Wuchshöhen von bis zu 25 Metern und bildet eine breite, runde Krone aus. Die Rinde bleibt auch im Alter auffallend glatt und silbergrau. Seine wechselständig angeordneten Blätter sind lanzettlich bis eiförmig, lang zugespitzt und am Rand scharf gesägt.

Die Blattoberseite ist dunkelgrün und rau, während die Unterseite weich behaart ist. Die unscheinbaren, grünlichen Blüten blühen im Frühjahr zeitgleich mit dem Laubaustrieb. Die essbaren, kugeligen Steinfrüchte reifen im Herbst dunkelviolett bis schwarz heran.

  • Rinde: Glatt, aschgrau und erinnert stark an die Rinde der Rotbuche.
  • Blätter: 5 bis 15 cm lang, asymmetrisch und rau behaart.
  • Früchte: Dunkelviolette, süßliche Steinfrüchte mit geringem Fruchtfleischanteil.

Blütezeit

Frühling, meist von März bis April

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Aufgrund seines dichten Schattens wird der Baum im Mittelmeerraum häufig in Alleen und städtischen Parks gepflanzt. Das Holz ist extrem zäh, elastisch und schwer, weshalb es historisch für Ruder, Wagenachsen und Peitschenruten verwendet wurde. Auch im Instrumentenbau fand das edle Holz gelegentlich Verwendung.

Aus der Rinde lässt sich ein gelber Farbstoff gewinnen. Die Blätter dienen in manchen Regionen als nährstoffreiches Viehfutter.

Interessante Fakten

Einige Botaniker vermuten, dass es sich bei den süßen Früchten dieses Baumes um den Lotos der antiken Lotophagen aus Homers Odyssee handelt. Zudem können alte Exemplare ein beachtliches Alter von mehreren hundert Jahren erreichen und gigantische Stammumfänge entwickeln.

Verbreitungsgebiet

  • Spanien
  • Italien
  • Frankreich
  • Griechenland
  • Portugal
  • Marokko

Quellen

  • POWO: Plants of the World Online (Royal Botanic Gardens, Kew)
  • WFO: World Flora Online Project
  • GBIF: Global Biodiversity Information Facility

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF

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