Europäischer Zürgelbaum typischer
Die typische Unterart des Europäischen Zürgelbaums, ein stattlicher, sommergrüner Baum mit glatter grauer Rinde und essbaren Früchten.
In der antiken griechischen Mythologie sollen es die süßen Früchte des Südlichen Zürgelbaums gewesen sein, die die Gefährten des Odysseus auf der Insel der Lotophagen ihre Heimat vergessen ließen. Heute schätzt man Celtis australis vor allem wegen seiner außerordentlichen Langlebigkeit und der schattenspendenden, ausladenden Krone, die in den heißen Sommern des Mittelmeerraums für Abkühlung sorgt.
Der tiefwurzelnde Laubbaum aus der Familie der Hanfgewächse zeichnet sich durch seine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit gegenüber Trockenheit und städtischer Luftverschmutzung aus. In vielen südeuropäischen Städten säumt er als robuster Straßenbaum die breiten Alleen und historischen Plätze.
Der Südliche Zürgelbaum wächst als sommergrüner Baum und erreicht Wuchshöhen von 15 bis 25 Metern. Sein Stamm zeichnet sich durch eine auffällig glatte, graue Borke aus, die oft mit der Haut eines Elefanten oder der Rinde einer jungen Buche verglichen wird.
Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind 5 bis 15 Zentimeter lang, elliptisch bis lanzettlich und am Rand scharf gesägt. Sie weisen eine leicht raue, dunkelgrüne Oberseite und eine weich behaarte, deutlich hellere Unterseite auf.
Die unscheinbaren, gelblich-grünen Blüten bilden sich meist zusammen mit dem neuen Laub. Aus ihnen entwickeln sich kleine, rundliche Steinfrüchte von etwa einem Zentimeter Durchmesser, die sich zur Reifezeit im Herbst dunkelviolett bis schwärzlich färben.
Die Blütezeit erstreckt sich über die Frühlingsmonate und verläuft oft zeitgleich mit dem Austrieb der Laubblätter.
Das elastische, harte und zähe Holz von Celtis australis wurde traditionell zur Fertigung von Werkzeugstielen, landwirtschaftlichen Geräten, Rudern und Peitschen verwendet. Daher stammt auch der volkstümliche Name „Peitschenbaum“.
Die reifen, süßen Steinfrüchte sind essbar und finden in einigen Regionen, wie beispielsweise in Südtirol, Verwendung in traditionellen Süßspeisen und Backwaren. In der Volksmedizin wurden Aufgüsse aus den Blättern und unreifen Früchten wegen ihrer adstringierenden Eigenschaften gegen Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt.
Aus den Wurzeln und der Rinde des Baumes ließ sich zudem ein gelber Farbstoff gewinnen, der in der Vergangenheit zum Färben von Seide diente. In der modernen Landschaftsgestaltung ist die Art ein äußerst geschätzter Zier- und Straßenbaum.
Zahlreiche Gelehrte nehmen an, dass es sich beim Südlichen Zürgelbaum um den sagenhaften „Lotos“ der Antike handelt, dessen Früchte von Homer und Herodot als betörend süß beschrieben wurden. In der islamischen Tradition gelten Zürgelbäume oft als heilig, weshalb man aus ihrem Holz Schutzamulette gegen böse Geister schnitzte.
Die Bäume können ein beachtliches Alter von 500 bis 600 Jahren erreichen, in Ausnahmefällen sogar bis zu einem Jahrtausend. Die ältesten dokumentierten Exemplare sollen sich auf dem Tempelberg in Jerusalem befinden.
In der spanischen Stadt Castellón de la Plana ist der Baum tief in der Kultur verwurzelt: Die Legende besagt, dass die lokale Schutzpatronin unter Zürgelbäumen entdeckt wurde. Sogar die Ortsbezeichnung Torrelodones bei Madrid leitet sich von den alten Namen für diesen markanten Baum ab.
Die typische Unterart des Europäischen Zürgelbaums, ein stattlicher, sommergrüner Baum mit glatter grauer Rinde und essbaren Früchten.
Ein trockenheitsresistenter, mittelgroßer Baum aus der Familie der Hanfgewächse, der vor allem im Kaukasus und Zentralasien heimisch ist.
Eine seltene Zierform des Europäischen Zürgelbaums, die durch ihre auffällig weiß- oder gelb-panaschierten Blätter besticht.
Celtis brasiliensis
Ein laubabwerfender Baum oder kletternder Strauch aus Südamerika, der zur Familie der Hanfgewächse gehört.
Celtis gomphophylla
Ein weit verbreiteter Baum aus der Familie der Hanfgewächse, der in vielen Teilen Afrikas heimisch …
Celtis madagascariensis
Ein sommergrüner Baum aus der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae), der endemisch auf Madagaskar vorkommt.
Celtis aurantiaca
Ein laubabwerfender Baum aus der Familie der Hanfgewächse, der in Ostasien beheimatet ist.