Europäischer Zürgelbaum Kaukasischer (Celtis australis subsp. caucasica)

Kaukasischer Zürgelbaum Kaukasische Nesselbeere
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Celtis australis subsp. caucasica: Kaukasischer Zürgelbaum im Porträt

Im rauen Klima des Kaukasus und Zentralasiens gedeiht Celtis australis subsp. caucasica als äußerst robustes Gehölz. Dieses Mitglied der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae) wächst bevorzugt an felsigen Hängen und in trockenen Flusstälern. Durch seine tiefen Wurzeln trägt der Baum maßgeblich zur Stabilisierung erosionsgefährdeter Böden bei.

In vielen Regionen wird diese Unterart wegen ihrer Widerstandsfähigkeit geschätzt. Sie übersteht sowohl heiße, trockene Sommer als auch frostige Winter problemlos.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • Ordnung Rosales
  • Familie Cannabaceae (Hanfgewächse)
  • Gattung Celtis (Zürgelbäume)
  • Art Celtis australis (Europäischer Zürgelbaum)
  • Unterart Celtis australis subsp. caucasica (Europäischer Zürgelbaum Kaukasischer)

Lebendiger Puls

Morphologie

Dieser laubabwerfende Baum erreicht meist Wuchshöhen von 10 bis 15 Metern. Die Rinde zeigt sich charakteristisch glatt und grau, ähnlich der einer Buche. Seine Blätter sind eiförmig-lanzettlich, am Rand scharf gesägt und weisen eine asymmetrische Basis auf.

Die Blattoberseite fühlt sich aufgrund kleiner Borsten rau an, während die Unterseite weich behaart ist. Im Frühjahr erscheinen unscheinbare, grünliche Blüten, die vom Wind bestäubt werden. Aus ihnen entwickeln sich die kugeligen Steinfrüchte.

  • Blattform: Eiförmig-lanzettlich mit deutlich schiefem Blattgrund.
  • Früchte: Essbare, gelbliche bis rötlich-braune Steinfrüchte, die sich bei Reife dunkel färben.
  • Wuchsform: Oft mehrstämmig oder mit einer breit ausladenden Krone.

Blütezeit

Frühling, meist von April bis Mai

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Das extrem harte und elastische Holz findet traditionell in der lokalen Landwirtschaft Verwendung. Es dient zur Herstellung von robusten Werkzeuggriffen, Peitschen und landwirtschaftlichen Geräten. Zudem sind die süßlichen Früchte essbar und werden von der lokalen Bevölkerung sowie Wildtieren geschätzt.

In der Landschaftsgestaltung eignet sich das Gehölz hervorragend für Windschutzstreifen. Es schützt trockene Hänge vor Bodenerosion und verbessert das Mikroklima.

Interessante Fakten

Dank seiner außergewöhnlichen Fähigkeit, tief in Felsspalten einzudringen, kann dieser Baum an Orten wachsen, an denen kaum andere Gehölze überleben. Seine Früchte bleiben oft bis weit in den Winter hinein an den Zweigen hängen und dienen Vögeln als wichtige Nahrungsquelle.

Verbreitungsgebiet

  • Georgien
  • Armenien
  • Aserbaidschan
  • Iran
  • Türkei
  • Kasachstan

Quellen

  • POWO: Plants of the World Online (Royal Botanic Gardens, Kew)
  • WFO: World Flora Online Project
  • GBIF: Global Biodiversity Information Facility

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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