Tourneforts Zürgelbaum typischer
Celtis tournefortii subsp. tournefortii, auch bekannt als orientalischer Zürgelbaum, ist ein laubabwerfender Strauch oder kleiner Baum aus der Familie der …
Auf trockenen, felsigen Hängen des östlichen Mittelmeerraums und Kleinasiens gedeiht Celtis tournefortii besonders gut. Der französische Botaniker Jean-Baptiste de Lamarck beschrieb die Art erstmals im Jahr 1797 und benannte sie zu Ehren seines Landsmannes Joseph Pitton de Tournefort. Die Pflanze bevorzugt karge Steppen sowie lichte Trockenwälder und zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Toleranz gegenüber starker Trockenheit aus.
Tourneforts Zürgelbaum wächst als sommergrüner, stark verzweigter Strauch oder als kleiner Baum, der in Ausnahmefällen Wuchshöhen von bis zu sechs Metern erreichen kann. Die jungen, unbehaarten Triebe tragen drei bis sieben Zentimeter lange, eiförmige und scharf zugespitzte Laubblätter. Die Basis der Blattspreite ist abgerundet bis schwach herzförmig geformt, während der Blattrand oberhalb der Mitte eine markante Zähnung aufweist.
Ein charakteristisches Merkmal ist die bläulich-grüne bis graugrüne Oberseite der Blätter, die je nach Umweltbedingungen mehr oder weniger stark behaart sein kann. Die orangegelben, kugelförmigen Steinfrüchte reifen an etwa einem Zentimeter langen Stielen heran und erreichen einen Durchmesser von rund acht Millimetern.
In einigen Regionen, insbesondere in der ländlichen Türkei, werden die reifen, orangegelben Früchte des Baumes von der lokalen Bevölkerung gesammelt und frisch verzehrt. Auf Sizilien nutzt man sie zudem traditionell zur Herstellung von süßen Marmeladen, da sie einen angenehmen Geschmack und ein überaus sanftes Aroma besitzen.
In der traditionellen Volksmedizin finden verschiedene Pflanzenteile gezielte Anwendung bei der Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden und schmerzhaften Entzündungen. Extrakte aus den jungen Zweigen und Blättern enthalten wertvolle bioaktive Substanzen wie Flavonoide, Tannine und Betulin, denen wissenschaftlich nachgewiesene antioxidative sowie antibakterielle Eigenschaften zugeschrieben werden.
Trotz eines enorm großen Verbreitungsgebietes wachsen die natürlichen Bestände meist stark fragmentiert in kleinen, isolierten Populationen. Auf der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien existiert eine streng endemische Unterart (Celtis tournefortii subsp. aetnensis), die sich über Jahrhunderte hinweg perfekt an die kargen vulkanischen Böden an den feurigen Hängen des Ätna angepasst hat.
Celtis tournefortii subsp. tournefortii, auch bekannt als orientalischer Zürgelbaum, ist ein laubabwerfender Strauch oder kleiner Baum aus der Familie der …
Ein endemischer Zürgelbaum aus Sizilien, der besonders für sein hartes Holz und seine essbaren Früchte bekannt ist.
Eine raublättrige Unterart des Orientalischen Zürgelbaums aus trockenen Regionen.
Eine seltene, an den Hängen des Vulkans Ätna auf Sizilien heimische Varietät des Zürgelbaums.
Celtis brasiliensis
Ein laubabwerfender Baum oder kletternder Strauch aus Südamerika, der zur Familie der Hanfgewächse gehört.
Celtis gomphophylla
Ein weit verbreiteter Baum aus der Familie der Hanfgewächse, der in vielen Teilen Afrikas heimisch …
Celtis madagascariensis
Ein sommergrüner Baum aus der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae), der endemisch auf Madagaskar vorkommt.
Celtis aurantiaca
Ein laubabwerfender Baum aus der Familie der Hanfgewächse, der in Ostasien beheimatet ist.