Gewöhnliche Harringtons Pflaumeneibe (Cephalotaxus harringtonia var. harringtonia)
Cephalotaxus harringtonia var. harringtonia
In den schattigen Unterhölzern der japanischen Bergwälder verströmen die tiefgrünen Nadeln dieses Nadelgehölzes eine geheimnisvolle, waldige Ruhe. Cephalotaxus harringtonia var. harringtonia trotzt selbst lichtarmen Lagen mit einer bemerkenswerten Eleganz.
Die Pflanze wurde im 19. Jahrhundert nach Europa eingeführt und ehrt mit ihrem wissenschaftlichen Namen den britischen Grafen von Harrington. Bis heute fasziniert sie Gärtner weltweit durch ihre Robustheit und ungewöhnliche Ästhetik.
Taxonomie
- ∟ царство Plantae
- ∟ Abteilung Tracheophytes
- ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
- ∟ Überklasse Gymnospermae
- ∟ Abteilung Pinophyta
- ∟ Unterklasse Cupressidae
- ∟ Ordnung Cupressales (Zypressen und Wacholder)
- ∟ Familie Cephalotaxaceae (Pflaumeneibengewächse)
- ∟ Gattung Cephalotaxus (Kopfeiben)
- ∟ Art Cephalotaxus harringtonia (Japanische Pflaumeneibe)
- ∟ Varietät Cephalotaxus harringtonia var. harringtonia (Gewöhnliche Harringtons Pflaumeneibe)
Morphologie
Dieses immergrüne Nadelgehölz wächst meist als breit-buschiger Strauch oder kleiner Baum mit weit ausladenden Ästen. Die Rinde ist graubraun und blättert im Alter in dünnen, länglichen Streifen ab.
Die linealischen, leicht sichelförmig gebogenen Nadeln sind spiralig angeordnet, stehen jedoch meist zweizeilig gescheitelt. Sie weisen eine glänzende, dunkelgrüne Oberseite und zwei markante, silbrig-weiße Spaltöffnungsbänder auf der Unterseite auf.
Als zweihäusige Pflanze trägt sie getrennte männliche und weibliche Blütenstände auf verschiedenen Individuen. Die eiförmigen Samenzapfen sind von einer fleischigen Hülle umgeben und erinnern an kleine Pflaumen.
Blütezeit
Die Blütezeit erstreckt sich über das Frühjahr, meist von April bis Mai.
Anwendungen
In der modernen Krebsforschung spielen die in der Pflanze enthaltenen Alkaloide, insbesondere das Homoharringtonin, eine wichtige Rolle bei der Behandlung bestimmter Leukämieformen. In der Gartenkunst wird das Gehölz aufgrund seiner extremen Schattenverträglichkeit sehr für schattige Parkanlagen geschätzt.
Interessante Fakten
Obwohl die Früchte optisch an essbare Pflaumen erinnern, sind fast alle Pflanzenteile für Menschen und Tiere hochgradig giftig. Der Name Kopfeibe leitet sich von den kopfigen Blütenständen der männlichen Exemplare ab, die sich deutlich von anderen Nadelhölzern unterscheiden.
Verbreitungsgebiet
- Japan
- Südkorea
Quellen
Technische Information
Externe Datenbanken: GBIF