Wilsons Harringtons Pflaumeneibe (Cephalotaxus harringtonii var.wilsoniana)

Taiwan-Kopfeibe Wilsons Kopfeibe

Cephalotaxus harringtonii var. wilsoniana – Taiwan-Kopfeibe im Porträt

Auf den nebelverhangenen Hängen der zentralen Gebirgsketten Taiwans wächst ein seltenes Koniferentaxon. Die Pflanze bevorzugt feuchte Nadelmischwälder in mittleren bis hohen Lagen und gedeiht dort im Halbschatten. Aufgrund fortlaufender Lebensraumverluste gilt diese Varietät in ihrer Heimat als gefährdet.

Taxonomie

  • ∟ царство Plantae
  • ∟ Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • ∟ Überklasse Gymnospermae (Nacktsamer)
  • ∟ Abteilung Pinophyta
  • ∟ Unterklasse Cupressidae
  • ∟ Ordnung Cupressales (Zypressen und Wacholder)
  • ∟ Familie Cephalotaxaceae (Pflaumeneibengewächse)
  • ∟ Gattung Cephalotaxus (Kopfeiben)
  • ∟ Art Cephalotaxus harringtonia (Japanische Pflaumeneibe)
  • ∟ Unterart Cephalotaxus harringtonii var.wilsoniana (Wilsons Harringtons Pflaumeneibe)

Lebendiger Puls

Morphologie

Dieses immergrüne Nadelgehölz entwickelt sich zu einem mittelgroßen Baum, der Wuchshöhen von bis zu zehn Metern erreichen kann. Seine Nadelstruktur weist folgende Besonderheiten auf:

  • Die Nadeln sind deutlich sichelförmig gebogen und ledrig dick.
  • Sie sind zweizeilig angeordnet und enden in einer feinen, nicht stechenden Spitze.
  • Die Unterseite der Nadeln zeigt zwei breite, weißliche Stomatabänder.

Die eiförmigen Samen reifen in einer rötlich-violetten, fleischigen Fruchthülle heran, die botanisch als Arillus bezeichnet wird.

Anwendungen

Das Holz dieser Art ist von hoher Qualität, wird aber wegen des strengen Naturschutzes in Taiwan heute kaum noch forstwirtschaftlich genutzt. In der pharmazeutischen Forschung stehen die Inhaltsstoffe im Fokus:

  • Wissenschaftler untersuchen die chemischen Verbindungen der Nadeln auf zytotoxische Wirkungen.
  • Die Erforschung dient der Entwicklung neuer Krebsmedikamente.

Interessante Fakten

Diese Varietät wurde nach dem berühmten Pflanzenjäger Ernest Henry Wilson benannt, der im frühen 20. Jahrhundert die Flora Ostasiens erforschte. Das langsame Wachstum und die späte Samenreife erschweren die natürliche Regeneration der Bestände erheblich. Im dichten Nebelwald profitiert das Gehölz von der direkten Feuchtigkeitsaufnahme über die Blattoberflächen.

Verbreitungsgebiet

  • Taiwan

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO)
  • World Flora Online (WFO)
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)

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