Cerdanya-Schierling (Conium ceretanicum)

Pyrenäen-Schierling Ceretanischer Schierling
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Conium ceretanicum: Botanik des Pyrenäen-Schierlings

Im rauen Bergklima der Pyrenäen und Kataloniens wächst die seltene Doldenblütler-Art Conium ceretanicum. Sie wurde von dem bekannten französisch-spanischen Botaniker und Ordensbruder Sennen erstbeschrieben. Ihr Verbreitungsgebiet beschränkt sich auf spezifische montane Habitate.

Diese Wildpflanze gilt als extrem giftig und für Weidetiere gefährlich. Der botanische Name bezieht sich auf die historische Region Cerdanya (Ceretania) in den Pyrenäen.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • asterids
  • Ordnung Apiales
  • Familie Apiaceae
  • Gattung Conium (Schierlinge)
  • Art Conium ceretanicum (Cerdanya-Schierling)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die krautige Pflanze bildet aufrechte, hohle Stängel aus. Diese weisen oft die gattungstypischen rötlichen oder purpurfarbenen Flecken auf.

Die Blätter sind mehrfach gefiedert und zart strukturiert. Sie ähneln optisch den Blättern der Petersilie oder des Gefleckten Schierlings.

Die Blütenstände sind weiße Dolden, die zahlreiche Einzelblüten tragen. Die Früchte sind kleine, trockene Spaltfrüchte mit welligen Rippen.

Blütezeit

Sommer

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Es gibt keinerlei gärtnerische oder landwirtschaftliche Anwendungen für diese giftige Gebirgspflanze. Sie wird streng als gefährliches Wildkraut eingestuft.

In der botanischen Fachliteratur wird sie hauptsächlich unter taxonomischen Gesichtspunkten und zum Schutz der lokalen Flora untersucht.

Interessante Fakten

Bruder Sennen, der Entdecker dieser Art, kartierte im frühen 20. Jahrhundert tausende Pflanzen der Pyrenäen. Viele von ihm beschriebene Taxa gelten heute als lokale Varietäten oder seltene Endemiten.

Die Pflanze nutzt ihre toxischen Alkaloide als effektiven Schutz vor Fraßfeinden. Bereits geringe Mengen können bei Mensch und Tier zu Atemlähmung führen.

Verbreitungsgebiet

  • Spanien
  • Frankreich

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO)
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)
  • World Flora Online (WFO)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, Tropicos

Siehe auch

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