Barcelo-Gefleckter Schierling
Eine seltene und hochgiftige Varietät des Gefleckten Schierlings, die auf den Balearen vorkommt.
Schon in der antiken Literatur weckt dieser Name düstere Assoziationen, da sein Saft einst das Leben berühmter Denker wie Sokrates beendete. Auf feuchten Wegen und Schuttplätzen verströmt Conium maculatum einen unangenehmen, an Mäuseurin erinnernden Geruch, der bereits vor seiner extremen Toxizität warnt.
Die zweijährige Pflanze tarnt sich geschickt mit Blättern, die der Petersilie ähneln, birgt jedoch in all ihren Teilen tödliche Alkaloide. Im ersten Jahr bildet sie eine Blattrosette, bevor sie im zweiten Jahr emporwächst und ihre weißen Blütendolden entfaltet.
Der Gefleckte Schierling erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 2,4 Metern und zeichnet sich durch einen hohlen, gefurchten Stängel aus. Dieser ist besonders im unteren Bereich durch charakteristische dunkelrote bis purpurne Flecken gemustert und im oberen Bereich stark verzweigt.
Die Blütezeit erstreckt sich über die Sommermonate von Juni bis Juli, gefolgt von der Fruchtreife im Spätsommer.
Aufgrund der extremen Giftigkeit ist eine heutige Anwendung im medizinischen Bereich weitgehend obsolet. In der Vergangenheit wurden Pflanzenteile des Gefleckten Schierlings in Form von Umschlägen als Antispasmodikum, Sedativum und zur Schmerzlinderung bei neuralgischen Beschwerden eingesetzt.
Eine innere Anwendung ist unter allen Umständen zu vermeiden, da bereits geringe Dosen zum Atemstillstand führen können. Die moderne Homöopathie nutzt stark verdünnte Zubereitungen, während die Schulmedizin vollständig auf sicherere Alternativen ausweicht.
Die bekannteste historische Erwähnung verdankt der Gefleckte Schierling dem Prozess gegen den Philosophen Sokrates im Jahr 399 vor Christus, der zum Tode durch den Schierlingsbecher verurteilt wurde. Neben Sokrates wurden im antiken Griechenland auch andere verurteilte Gefangene wie Phokion und Theramenes mit diesem starken Pflanzengift hingerichtet.
Ein markantes biologisches Merkmal ist der unangenehme Geruch der Pflanze, der durch das flüchtige Alkaloid Coniin verursacht wird und sich bei Reibung intensiviert. Für viele Säugetiere ist die Pflanze extrem giftig, wobei Rinder, Schafe und Pferde bereits nach dem Verzehr geringer Mengen schwere Vergiftungssymptome zeigen.
Eine seltene und hochgiftige Varietät des Gefleckten Schierlings, die auf den Balearen vorkommt.
Eine Unterart des Gefleckten Schierlings mit rein grünem Stängel ohne rote Flecken.
Taxonsynonyme: Cicuta officinalis, Coriandrum maculatum, Selinum conium, Conium sibiricum, Conium pyrenaicum, Conium nodosum, Conium ceretanum, Conium strictum, Conium tenuifolium
Conium chaerophylloides
Eine hochgiftige Schierlingsart, die im südlichen Afrika weit verbreitet ist.
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