Barcelo-Gefleckter Schierling (Conium maculatum var. barceloi)

Barceló-Schierling Balearischer Gefleckter Schierling
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Conium maculatum var. barceloi: Botanische Details der Schierlings-Varietät

Diese seltene Varietät des Gefleckten Schierlings wächst vorwiegend auf den Balearen und zeichnet sich durch eine extreme Toxizität aus. Botaniker schätzen die Pflanze wegen ihrer biogeografischen Bedeutung im Mittelmeerraum. Der hohe Gehalt an Coniin macht jede Berührung oder Einnahme lebensgefährlich.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • asterids
  • Ordnung Apiales
  • Familie Apiaceae
  • Gattung Conium (Schierlinge)
  • Art Conium maculatum (Gefleckter Schierling)
  • Varietät Conium maculatum var. barceloi (Barcelo-Gefleckter Schierling)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die zweijährige Pflanze erreicht Wuchshöhen von bis zu zwei Metern und besitzt typischerweise rötlich gefleckte Stängel. Ihre feingefiederten, dunkelgrünen Blätter verströmen bei Zerreiben einen unangenehmen, mäuseartigen Geruch.

Die weißen Blüten stehen in doppeldoldigen Blütenständen und erscheinen im Frühsommer. Im Vergleich zur Nominatform zeigt diese Varietät feine Unterschiede in der Behaarung und der Struktur der Spaltfrüchte.

Blütezeit

Juni bis August

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Aufgrund der extremen Giftigkeit findet diese Pflanze heutzutage keinerlei Verwendung in der Schulmedizin oder im Haushalt. Historisch wurden Schierlingsarten in der Antike für Hinrichtungen genutzt. In der Homöopathie und traditionellen Medizin existieren vereinzelte Erwähnungen unter strengsten Sicherheitsauflagen.

Interessante Fakten

Der Name dieser Varietät ehrt den bekannten balearischen Botaniker Francesc Barceló i Combis. Der Hauptwirkstoff Coniin blockiert die neuromuskuläre Übertragung und führt bei vollem Bewusstsein zum Atemstillstand. Bereits geringe Mengen des Pflanzensaftes können durch Hautkontakt Vergiftungserscheinungen hervorrufen.

Verbreitungsgebiet

  • Balearische Inseln

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO)
  • World Flora Online (WFO)
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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