Sparriger Schierling (Conium divaricatum)

Spreizender Schierling
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Conium divaricatum: Botanik, Giftigkeit und Geschichte des Spreizenden Schierlings

Die im östlichen Mittelmeerraum heimische Wildpflanze Conium divaricatum zieht seit ihrer Erstbeschreibung im Jahr 1856 das Interesse von Toxikologen und Historikern auf sich.

Sie wächst vor allem auf felsigen Hängen und in trockenen Habitaten Griechenlands sowie der Insel Kreta.

Wegen ihrer extremen Giftigkeit erfordert der Umgang mit ihr seit jeher Äußerste Vorsicht.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • asterids
  • Ordnung Apiales
  • Familie Apiaceae
  • Gattung Conium (Schierlinge)
  • Art Conium divaricatum (Sparriger Schierling)

Lebendiger Puls

Morphologie

Als zweijährige krautige Pflanze erreicht Conium divaricatum Wuchshöhen von bis zu einem Meter. Sie zeichnet sich durch charakteristisch weit abstehende, spreizende Äste aus, die ihr ein sparriges Erscheinungsbild verleihen.

Die Blätter sind mehrfach gefiedert und ähneln denen des Gefleckten Schierlings. Die weißen Blüten stehen in doppeldoldigen Blütenständen zusammen und entwickeln kleine, spaltbare Früchte.

Blütezeit

Spätfrühling bis Frühsommer

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Aufgrund der enthaltenen hochgiftigen Piperidin-Alkaloide besitzt Conium divaricatum keinerlei moderne medizinische oder landwirtschaftliche Verwendung. In der Vergangenheit wurden Extrakte verwandter Arten in der Volksmedizin als extrem riskante Sedativa genutzt. Heute dient die Pflanze ausschließlich der toxikologischen und botanischen Forschung.

Interessante Fakten

Einige Historiker vermuten, dass der antike Philosoph Sokrates nicht mit dem Gefleckten Schierling, sondern mit der Art Conium divaricatum hingerichtet wurde.

Phytochemische Analysen zeigen zudem, dass sich das Alkaloidprofil dieser Art deutlich von anderen Vertretern der Gattung unterscheidet.

Verbreitungsgebiet

  • Griechenland

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO): Kew Science
  • World Flora Online (WFO)
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

Siehe auch

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