Monniers Brenndolde (Conium monieri)

Moniers Schierling
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Conium monieri: Merkmale und Systematik der Giftpflanze

In den schattigen und feuchten Saumbiotopen Mitteleuropas entfaltet eine faszinierende Pflanze ihre filigranen, aber hochgiftigen Doldenblüten. Conium monieri wurde im Jahr 1825 von dem böhmischen Botaniker Philipp Maximilian Opiz erstbeschrieben.

Als enger Verwandter des berüchtigten Gefleckten Schierlings birgt auch dieses Taxon gefährliche Alkaloide in all seinen Geweben. Die wissenschaftliche Erforschung von Conium monieri trägt wesentlich zum Verständnis der phytochemischen Vielfalt innerhalb der Familie der Doldenblütler bei.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • asterids
  • Ordnung Apiales
  • Familie Apiaceae
  • Gattung Conium (Schierlinge)
  • Art Conium monieri (Monniers Brenndolde)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die zweijährige krautige Pflanze zeichnet sich durch einen hohlen, gefurchten Stängel aus, der oft bläulich bereift ist. Die Laubblätter von Conium monieri sind mehrfach gefiedert und besitzen fein zerteilte Abschnitte, was ihnen ein fast farnartiges Aussehen verleiht.

Der Blütenstand präsentiert sich als ein typischer doppelter Doldenblütenstand mit zahlreichen kleinen, weißen Einzelblüten. Zu den wichtigsten Erkennungsmerkmalen gehören:

  • Stängel: Aufrecht, verzweigt und kahl, im unteren Bereich oft mit feinen rötlichen Flecken versehen.
  • Blüten: Fünfzählige, radiärsymmetrische Kronblätter in reinem Weiß, die Insekten zur Bestäubung anlocken.
  • Früchte: Eiförmige Spaltfrüchte mit deutlich gewellten Hauptrippen, die typisch für die Gattung der Schierlinge sind.

Anwendungen

Aufgrund der extremen Toxizität aller Pflanzenteile findet Conium monieri keinerlei Verwendung in der Küche oder als Zierpflanze. Historisch wurden Extrakte verwandter Schierlingsarten in der Volksmedizin in minimalen Dosen als Analgetikum und Beruhigungsmittel genutzt.

In der modernen Pharmakologie dienen die enthaltenen Alkaloide, insbesondere das Coniin, als Forschungsobjekte zur Untersuchung neurotoxischer Wirkungen. Eine direkte medizinische Anwendung am Menschen ist wegen der letalen Dosierung strengstens untersagt.

Interessante Fakten

Der botanische Name erinnert an die historische Veröffentlichung im Werk "Naturalientausch" aus dem Jahr 1825 durch den Botaniker Philipp Maximilian Opiz. Solche historischen Pflanzentausch-Verzeichnisse waren im 19. Jahrhundert von entscheidender Bedeutung für den wissenschaftlichen Austausch in Europa.

Hier sind einige bemerkensermalte Aspekte zu dieser Pflanzengruppe:

  • Das Schierlingsgift: Das in der Gattung vorkommende Coniin blockiert die neuromuskuläre Übertragung und führt bei vollem Bewusstsein zum Atemstillstand.
  • Historischer Kontext: Der berühmte griechische Philosoph Sokrates wurde im antiken Athen mit dem "Schierlingsbecher" hingerichtet, der wahrscheinlich aus Extrakten dieser Gattung zubereitet wurde.

Verbreitungsgebiet

  • Czech Republic
  • Slovakia
  • Frankreich
  • Deutschland

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, Tropicos

Siehe auch

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