Weißblütiger Delonix schlanker (Delonix leucantha subsp. gracilis)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Delonix leucantha subsp. gracilis – Schlanker madagassischer Trockenbaum

In den semiariden Dornwäldern des südwestlichen Madagaskars überlebt Delonix leucantha subsp. gracilis dank seiner hochspezialisierten Wuchsform. Diese seltene Unterart unterscheidet sich durch ihren besonders grazilen Wuchs von verwandten Taxa.

Die Pflanze bildet ein wichtiges Element der dortigen Sukkulenten-Vegetation. Sie trotzt monatelanger Dürre durch ausgeklügelte physiologische Mechanismen und prägt das Landschaftsbild.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • Ordnung Fabales
  • Familie Fabaceae
  • Unterfamilie Caesalpinioideae
  • Gattung Delonix (Flammenbäume)
  • Art Delonix leucantha (Weißblütiger Flammenbaum)
  • Unterart Delonix leucantha subsp. gracilis (Weißblütiger Delonix schlanker)

Lebendiger Puls

Morphologie

Der Wuchs dieser Unterart ist deutlich schlanker und oft strauchartiger als bei der Typusart. Der Stamm verfügt über eine dünne, grüne Rindenschicht unter der Borke, die selbst in blattlosem Zustand Photosynthese betreiben kann.

Die Blätter und Blüten zeigen feine anatomische Anpassungen an die extremen Standorte im Südwesten der Insel.

  • Belaubung: Die zarten Blätter sind filigran doppelt gefiedert und reduzieren die Angriffsfläche für Winde.
  • Blütenmerkmale: Die Blütenblätter weisen eine weiße Färbung auf, die im Verblühen ins Cremegelbe übergeht.

Die holzigen Samenhülsen sind flach, langgestreckt und verbleiben oft monatelang am Baum. Sie springen erst bei vollständiger Trockenheit auf.

Blütezeit

Oktober bis Dezember

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Die lokale Bevölkerung nutzt das Holz gelegentlich als leichtes Baumaterial oder für die Holzkohleherstellung. Dies trägt leider zur Gefährdung der wilden Bestände bei.

In der modernen Landschaftsgestaltung oder Forstwirtschaft findet die Unterart keine Verwendung. Sie besitzt jedoch einen hohen ökologischen Wert für die Erhaltung der Biodiversität der Dornwälder.

Interessante Fakten

Das Epitheton gracilis verweist auf die schlanke und elegante Gestalt des Baumes im Vergleich to anderen Vertretern der Gattung. Diese Wuchsform minimiert die direkte Sonnenbestrahlung des Stammes.

Die Unterart wächst oft vergesellschaftet mit Didiereaceen und anderen sukkulenten Pflanzen. Sie stellt ein Paradebeispiel für die evolutionäre Anpassung an aride Ökosysteme dar.

Verbreitungsgebiet

  • Südwest-Madagaskar

Quellen

  • POWO: Plants of the World Online
  • WFO: World Flora Online
  • GBIF: Global Biodiversity Information Facility
  • Tropicos: Missouri Botanical Garden

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

Siehe auch

Bitterholzbaum

Bitterholzbaum

Picrasma

Eine Gattung sommergrüner Bäume und Sträucher aus der Familie der Bittereschengewächse, bekannt für ihre ausgeprägte …

Echte Araukarien

Echte Araukarien

Araucaria sect. Araucaria

Araucaria sect. Araucaria ist eine botanische Sektion innerhalb der Gattung der Araukarien. Sie umfasst markante …

Affenbaum

Affenbaum

Araucaria

Die Araukarien sind eine faszinierende Gattung immergrüner Koniferen, die als lebende Fossilien gelten. Sie stammen …