Amerikanischer Echter Hopfen (Humulus lupulus subsp. americanus)

Amerikanischer Wildhopfen Amerikanischer Hopfen
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Humulus lupulus subsp. americanus: Die wilde Hopfenunterart Nordamerikas

Als windende Kletterpflanze prägt Humulus lupulus subsp. americanus die Ufervegetation und Waldränder Nordamerikas.

Diese ausdauernde, krautige Unterart wächst extrem schnell und klettert mit Hilfe von rauen Kletterhaaren an Bäumen und Sträuchern empor.

Durch ihre reichlich gebildeten Drüsenschuppen verströmt die Pflanze den typischen, intensiv-harzigen Duft, der sie von europäischen Varietäten unterscheidet.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • Ordnung Rosales
  • Familie Cannabaceae (Hanfgewächse)
  • Gattung Humulus (Hopfen)
  • Art Humulus lupulus (Echter Hopfen)
  • Unterart Humulus lupulus subsp. americanus (Amerikanischer Echter Hopfen)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die mehrjährigen Triebe von Humulus lupulus subsp. americanus sind kantig und mit steifen, rückwärts gerichteten Klimmhaaren besetzt.

Ihre gegenständigen Blätter sind meist tief handförmig in 5 bis 7 Lappen geteilt und weisen einen grob gesägten Rand auf.

Als zweihäusige Pflanze trägt sie männliche Blüten in lockeren Rispen, während die weiblichen Blüten dichte, zapfenartige Ähren bilden.

Diese Hopfenzapfen sind dicht mit gelben Lupulindrüsen besetzt, die für das charakteristische Aroma verantwortlich sind.

Blütezeit

Die Blütezeit erstreckt sich über den Hochsommer bis in den Frühherbst, in der Regel von Juli bis September.

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

In der modernen Brauereiindustrie wird dieser Hopfen wegen seines kräftigen, oft zitrusartigen und harzigen Aromaprofils sehr geschätzt.

Die amerikanischen Ureinwohner nutzten Auszüge aus den Zapfen traditionell als mildes Beruhigungs- und Schlafmittel.

Auch junge Triebe können im Frühjahr geerntet und ähnlich wie Spargel zubereitet werden.

Interessante Fakten

  • Die amerikanischen Wildhopfen besitzen einen deutlich höheren Gehalt an bestimmten Aromastoffen als der klassische europäische Hopfen.
  • Weibliche Pflanzenteile bilden nach der Bestäubung samenhaltige Zapfen aus, die im Brauwesen jedoch weniger erwünscht sind als die unbefruchteten Zapfen.
  • Die Triebe winden sich im Uhrzeigersinn an Kletterhilfen empor und können an einem einzigen Tag mehrere Zentimeter wachsen.

Verbreitungsgebiet

  • Vereinigte Staaten
  • Kanada
  • Mexiko

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO)
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)
  • World Flora Online (WFO)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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