Herzblättriger Echter Hopfen (Humulus lupulus var. cordifolius)

Karahana-Hopfen Herzblättriger Hopfen Karahana-sou
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Karahana-Hopfen (Humulus lupulus var. cordifolius) – Wildpflanze

In den bergigen Regionen und lichten Wäldern Japans wächst diese wilde Hopfenvarietät kletternd an Gehölzen empor. Sie unterscheidet sich von der europäischen Stammform vor allem durch ihre herzförmigen Blätter. In ihrer Heimat wird die Pflanze auch als Berghopfen oder Karahanasou bezeichnet.

Die Sorte besitzt eine hohe Bedeutung für die traditionelle japanische Küche und wächst dort unter natürlichen Bedingungen. Da es sich um ein Wildkraut handelt, sind die Triebe mit feinen, hakenförmigen Borsten besetzt. Diese können bei Hautkontakt unangenehme Reizungen auslösen.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • Ordnung Rosales
  • Familie Cannabaceae (Hanfgewächse)
  • Gattung Humulus (Hopfen)
  • Art Humulus lupulus (Echter Hopfen)
  • Varietät Humulus lupulus var. cordifolius (Herzblättriger Echter Hopfen)

Lebendiger Puls

Morphologie

Dieser ausdauernde Ranker erreicht beachtliche Längen und klettert mit Hilfe von hakenförmigen Haaren an Stängeln und Blättern. Seine Blätter sind breit-eiförmig bis herzförmig, typischerweise dreilappig und weisen einen grob gesägten Rand auf. Sie messen etwa 10 bis 15 Zentimeter in der Länge.

Die Art ist zweihäusig getrenntgeschlechtlich. Männliche Blütenstände sind als große, aufrechte oder hängende Rispen ausgebildet. Die weiblichen Blütenstände entwickeln sich zu eiförmigen Fruchtzapfen von zwei bis drei Zentimetern Länge, die an Kiefernzapfen erinnern und dekorativ herabhängen.

Blütezeit

August bis September

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

In Japan finden die jungen, hellgrünen Fruchtzapfen im Spätsommer und Herbst Verwendung in der traditionellen Küche. Sie werden als Delikatesse gesammelt und häufig als Tempura zubereitet. Die im Schatten gewachsenen, größeren Zapfen gelten dabei als aromatischer und weniger bitter als die im direkten Sonnenlicht gereiften.

Die Samen weisen beim Kauen einen bitteren Geschmack auf, der an Bier erinnert. Zudem wird die Wildart in botanischen Sammlungen gepflegt und dient als wertvoller Genpool für Kreuzungen mit dem Kultur-Hopfen.

Interessante Fakten

In den Anbaugebieten von Kulturhopfen wird diese Wildform von den Bauern oft als "Yamahoppu" (Berg-Hopfen) bezeichnet, um sie von Kulturpflanzen abzugrenzen. Die Pflanze bildet unterirdische Ausläufer und winzige Knollen aus, die ihr das Überdauern im rauen Bergklima erleichtern.

Verbreitungsgebiet

  • Japan
  • China

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO)
  • World Flora Online (WFO)
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO

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