Typische Blut-Spinnenlilie
Lycoris sanguinea var. sanguinea
Eine faszinierende, giftige Zwiebelpflanze aus Ostasien mit markanten orangeroten Blüten im Spätsommer.
Auf der japanischen Insel Kyushu beheimatet, zieht diese Varietät durch ihre leuchtenden Blüten die Aufmerksamkeit auf sich. Sie wächst bevorzugt in lichten Wäldern und an schattigen Waldrändern. Ihre Zwiebeln überdauern den Winter tief im feuchten Boden.
Die langen, schmalen Blätter zeigen sich bereits im zeitigen Frühjahr. Sie sammeln Energie für die spätere Blütezeit und sterben vor dem Sommer ab. Im August treibt dann der blattlose Blütenstängel empor.
Die unterirdische Zwiebel bildet die Überdauerungseinheit dieser ausdauernden Pflanze. Im Gegensatz zur Normalform sind die orange-roten Blüten dieser Varietät meist deutlich größer. Die Tepalen sind leicht zurückgebogen und formen eine offene Trichterblüte.
Der aufrechte Blütenstand trägt meist drei bis sechs Einzelblüten an einer endständigen Dolde. Die Staubblätter ragen kaum über die Blütenkrone hinaus, was ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal darstellt.
Spätsommer, in der Regel im August
Aufgrund der enthaltenen Giftstoffe findet diese Varietät keine Verwendung als Nutzpflanze. Sie wird gelegentlich in botanischen Gärten kultiviert, um die Vielfalt der Gattung zu zeigen. Ihre ökologische Rolle besteht in der Stabilisierung von Waldböden in ihrer Heimat.
Externe Datenbanken: GBIF
Lycoris sanguinea var. sanguinea
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