Färber-Maclure Mora (Maclura tinctoria subsp. mora)

Chaco-Färbermaulbeerbaum Argentinisches Gelbholz Mora amarilla
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Maclura tinctoria subsp. mora (Chaco-Färbermaulbeerbaum) – Details

In den trockenen Chaco-Wäldern Südamerikas wächst Maclura tinctoria subsp. mora, ein dorniger Baum, der traditionell für sein hartes Holz und seine färbenden Eigenschaften geschätzt wird. Diese Unterart unterscheidet sich durch ihre Anpassung an semiaride Bedingungen von der typischen Form. Ihre Rinde und das Kernholz enthalten wertvolle Inhaltsstoffe, die für die Textilfärbung und medizinische Zwecke genutzt werden.

Die robusten Triebe tragen scharfe Dornen, die als Schutz gegen Pflanzenfresser dienen. Ihre kleinen, unscheinbaren Blüten werden durch den Wind bestäubt. In vielen Teilen ihres Verbreitungsgebietes gilt die Pflanze als wichtiger ökologischer Bestandteil der Trockenwälder.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • Ordnung Rosales
  • Familie Moraceae
  • Gattung Maclura (Milchorangen)
  • Art Maclura tinctoria (Färber-Maklura)
  • Unterart Maclura tinctoria subsp. mora (Färber-Maclure Mora)

Lebendiger Puls

Morphologie

Dieses Gehölz wächst als mittelgroßer, dorniger Baum mit einer unregelmäßigen Krone und einer Wuchshöhe von bis zu 12 Metern. Die Zweige sind mit kräftigen, spitzen Dornen besetzt, die in den Blattachseln stehen. Die Rinde ist hellgrau bis bräunlich und weist ausgeprägte Korkporen auf, während der Milchsaft zäh und weißlich austritt.

Die Blätter sind wechselständig, kürzer und ledriger als bei der Typusunterart, meist eiförmig bis länglich und am Rand schwach gezähnt oder ganzrandig. Auf der Unterseite der Blätter zeigt sich eine feine Behaarung, die als Transpirationsschutz dient. Als zweihäusige Pflanze trägt sie entweder rein männliche Kätzchen oder rundliche, weibliche Blütenköpfchen.

Die fleischigen Scheinfrüchte sind im reifen Zustand grünlich-gelb und haben einen Durchmesser von etwa 1 bis 2 Zentimetern. Sie enthalten mehrere kleine Samen und dienen Vögeln als Nahrung, welche zur Verbreitung beitragen.

Blütezeit

Frühling der Südhalbkugel (September bis November)

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Das extrem widerstandsfähige, gelbliche Holz findet Verwendung im lokalen Bauwesen sowie zur Herstellung von Zaunpfählen und Eisenbahnschwellen. Aus dem Kernholz wird durch Auskochen ein gelber Farbstoff gewonnen, der reich an dem Flavonoid Morin ist. In der Volksmedizin werden Auszüge der Rinde und des Milchsafts aufgrund ihrer entzündungshemmenden Eigenschaften geschätzt.

Interessante Fakten

Der Name dieser Unterart leitet sich von dem basionymischen Artnamen Maclura mora ab, den der Botaniker August Grisebach im Jahr 1879 vergab. Die Bäume spielen eine zentrale Rolle im Ökosystem des Gran Chaco, da sie auch in langanhaltenden Dürreperioden als wichtige Nahrungsquelle für Vögel und Säugetiere dienen. Ihr tiefreichendes Wurzelsystem schützt zudem die empfindlichen Böden vor Erosion.

Verbreitungsgebiet

  • Argentinien
  • Paraguay
  • Bolivien
  • Brasilien

Quellen

  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)
  • World Flora Online (WFO)
  • Darwiniana Botanisches Journal (1985)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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