Gewöhnlicher Gemüseaussaat-Portulak (Portulaca oleracea subsp. oleracea)

Sommerportulak Baldroega Beldroega Beldroega-de-comer

Portulaca oleracea subsp. oleracea - Der echte Sommerportulak

Innerhalb des weitreichenden Portulak-Artenspektrums nimmt Portulaca oleracea subsp. oleracea als Nominatform eine zentrale taxonomische Rolle ein. Carl von Linné legte bereits im Jahr 1753 mit seiner bedeutenden Veröffentlichung in Species Plantarum das wissenschaftliche Fundament für diese Pflanze. Auf der Iberischen Halbinsel kennt man die Art heute unter traditionellen Bezeichnungen wie Baldroega oder Beldroega-de-comer.

Das Verbreitungsgebiet dieser robusten Art umfasst weite Teile der gemäßigten und warmen Klimazonen der Erde. In Portugal gilt sie auf dem Festland und der subtropischen Inselgruppe Madeira als heimisch. Auf den vulkanischen Azoren hat sie sich hingegen im Laufe der Jahrhunderte als eingeführte Spezies angesiedelt.

Taxonomie

  • ∟ царство Plantae
  • ∟ Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • ∟ Angiosperms
  • ∟ mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • ∟ eudicots
  • ∟ core eudicots
  • ∟ Superasterids
  • ∟ Ordnung Caryophyllales
  • ∟ подотряд / подпорядок Portulacineae
  • ∟ Familie Portulacaceae (Portulakgewächse)
  • ∟ Gattung Portulaca (Portulak Gattung)
  • ∟ Art Portulaca oleracea (Gemüse-Portulak)
  • ∟ Unterart Portulaca oleracea subsp. oleracea (Gewöhnlicher Gemüseaussaat-Portulak)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die Pflanze wächst typischerweise als einjährige Sukkulente mit flach auf dem Boden liegenden oder leicht aufsteigenden, völlig glatten Stängeln. Diese kräftigen Triebe besitzen oft einen markanten purpurroten Schimmer und verzweigen sich stark in alle Richtungen. Die tiefgrünen, spatelförmigen Blätter speichern große Mengen an Zellsaft für ausgedehnte Trockenperioden.

Kleine, unauffällige Blüten mit meist leuchtend gelben Kronblättern öffnen sich nur bei ausreichendem Sonnenlicht in den Vormittagsstunden. Aus ihnen entwickeln sich rasch unscheinbare Kapselfrüchte, die bei der Reife unzählige feine, dunkle Samen entlassen.

Anwendungen

Historisch und regional besitzt dieses Wildkraut einen hohen Stellenwert in der kulinarischen Nutzung. Im portugiesischen Sprachraum weist bereits der etablierte Trivialname Beldroega-de-comer deutlich auf die traditionelle Verwendung als Speisepflanze hin. Die jungen Blätter und zarten Triebspitzen lassen sich hervorragend in frischen Salaten verarbeiten oder wie Spinat schonend garen.

Interessante Fakten

Trotz ihres Status als Wildpflanze und potenzielles Ackerbeikraut ist diese wuchskräftige Unterart nicht durch Naturschutzgesetze reglementiert. Sie zeichnet sich durch eine enorme Überlebensfähigkeit und Anpassungsgabe an gestörte, stickstoffreiche Böden aus. Selbst abgerissene Pflanzenteile können unter günstigen Bedingungen rasch wieder neue Wurzeln bilden.

Verbreitungsgebiet

  • Portugal (Festland, Madeira, Azoren)

Quellen

  • Carl von Linné: Species Plantarum 1: 445 (1753)
  • Checklist da Flora de Portugal (Continental, Açores e Madeira)
  • Flora-on (Portugal)
  • NCBI Taxonomy Database

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF

Siehe auch

Bitterholzbaum

Bitterholzbaum

Picrasma

Eine Gattung sommergrüner Bäume und Sträucher aus der Familie der Bittereschengewächse, bekannt für ihre ausgeprägte …

Echte Araukarien

Echte Araukarien

Araucaria sect. Araucaria

Araucaria sect. Araucaria ist eine botanische Sektion innerhalb der Gattung der Araukarien. Sie umfasst markante …

Affenbaum

Affenbaum

Araucaria

Die Araukarien sind eine faszinierende Gattung immergrüner Koniferen, die als lebende Fossilien gelten. Sie stammen …