Schwanzlose Guayana-Simaba
Eine Varietät aus dem tropischen Südamerika, die sich durch endständige Blättchen ohne schwanzartige Spitze auszeichnet.
Die neotropischen Regenwälder Südamerikas beheimaten eine botanisch hochinteressante Holzpflanze namens Simaba guianensis. Dieses Mitglied der Familie der Bittereschengewächse (Simaroubaceae) zeichnet sich durch seine bemerkenswerte chemische Zusammensetzung aus. In der indigenen Kultur der Wayãpi wird die Pflanze aufgrund ihrer extremen Toxizität gefürchtet und respektiert.
Die Wuchsform von Simaba guianensis variiert je nach Unterart stark von kleinen Sträuchern mit einer Höhe von 0,2 Metern bis hin zu stattlichen Waldbäumen von bis zu 30 Metern Höhe. Die wechselständig angeordneten Blätter sind meist unpaarig gefiedert, wobei die einzelnen Blättchen eine ledrige Struktur aufweisen. Die kleinen, spärlich verzweigten Blütenstände tragen gelbliche, cremefarbene oder weiße Blüten mit behaarten Kronblättern.
Nach der Bestäubung entwickeln sich ellipsoide, leicht flachgedrückte Steinfrüchte, die bei Reife eine leuchtend gelbe bis orange Färbung annehmen. Diese Früchte besitzen eine runzelige Oberfläche und eine dünne, fleischige Schale.
Die Blütezeit liegt hauptsächlich im August (Spätsommer), gefolgt von der Fruchtbildung zwischen September und November.
In der traditionellen Nutzung der Wayãpi-Indigenen gilt die Pflanze als ein hochgradig gefährliches Gift. Die moderne pharmazeutische Forschung interessiert sich besonders für die enthaltenen Quassinoide wie 6-a-Tigloyloxychaparrin, die in In-vitro-Studien eine signifikante Wirksamkeit gegen Leukämiezellen gezeigt haben. Zudem wurden Wirkstoffe mit starker Antimalaria-Aktivität isoliert.
Ein bemerkenswerter ökologischer Aspekt ist die Verbreitung der Samen durch den Felsenhahn (Rupicola rupicola), der die Früchte frisst und die Samen im Wald verteilt. Zudem dient die Pflanze im brasilianischen Bundesstaat Amapá als Wirt für verschiedene Fruchtfliegenarten. Chemische Analysen deuten darauf hin, dass neben den bekannten Quassinoiden noch weitere, bisher unidentifizierte Toxine für die starke Giftwirkung verantwortlich sein müssen.
Eine Varietät aus dem tropischen Südamerika, die sich durch endständige Blättchen ohne schwanzartige Spitze auszeichnet.
Eine im Amazonasbecken beheimatete Unterart von Simaba guianensis.
Taxonsynonyme: Simaba nigrescens, Simaba guianensis var. typica, Simaba cuspidata var. typica, Simaba aruba, Simaba cuspidata, Quassia guianensis, Quassia cuspidata, Quassia crocea
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