Jamaika-Bitterholz (Quassia excelsa)

Bitterholzbaum Bitteresche
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Jamaika-Bitterholz (Quassia excelsa) – Herkunft, Merkmale & Verwendung

Unter den forstwirtschaftlich und medizinisch genutzten Bäumen der Karibik nimmt Quassia excelsa eine besondere Stellung ein. Dieser Laubbaum wächst vor allem in den feuchten Wäldern der Antillen und ist seit Jahrhunderten für seine außergewöhnlichen Holzeigenschaften geschätzt.

Das auffälligste Merkmal dieser Art ist der extrem hohe Gehalt an Bitterstoffen, insbesondere Quassin, in allen Pflanzenteilen. Die traditionelle Verwendung reicht von Heilmitteln bis hin zu natürlichen Insektenschutzmitteln.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Quassia (Quassiabaum)
  • Art Quassia excelsa (Jamaika-Bitterholz)

Lebendiger Puls

Morphologie

Dieser stattliche Baum erreicht Wuchshöhen von bis zu 25 Metern und bildet eine gut entwickelte, ausladende Krone aus. Der gerade Stamm besitzt eine glatte, gräuliche Rinde, die sich im Alter leicht rissig zeigt.

Die Laubblätter weisen folgende Charakteristika auf:

  • Anordnung: Wechselständig am Zweig angeordnet.
  • Blattform: Unpaarig gefiedert mit mehreren länglichen, ganzrandigen Fiederblättchen.
  • Farbe: Dunkelgrün glänzend auf der Oberseite, etwas heller auf der Unterseite.

Die Blüten sind klein, unscheinbar und weisen eine grünlich-gelbe Färbung auf. Sie stehen in endständigen Rispen zusammen und entwickeln sich später zu kleinen, dunklen Steinfrüchten.

Blütezeit

Frühjahr bis Sommer

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

In der Medizin wird das Holz von Quassia excelsa aufgrund seiner tonisierenden und appetitanregenden Wirkung genutzt. Die enthaltenen Bitterstoffe regen die Verdauungssäfte an und werden traditionell bei Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt.

Darüber hinaus findet die Pflanze in anderen Bereichen Verwendung:

  • Insektizid: Wässrige Auszüge dienen im ökologischen Landbau als wirksames Mittel gegen saugende Insekten.
  • Getränkeindustrie: Extrakte werden zur Aromatisierung von Magenbitter und Likören verwendet.
  • Holzwirtschaft: Das helle, leichte Holz wird für feine Holzarbeiten und Drechslereien geschätzt.

Interessante Fakten

Historisch gesehen wurde das Holz zur Herstellung von sogenannten „Bitter-Cups“ verwendet. Wasser, das man über Nacht in diesen Bechern stehen ließ, nahm die Bitterstoffe auf und wurde am nächsten Morgen als Stärkungsmittel getrunken.

Verbreitungsgebiet

  • Jamaika
  • Kuba
  • Dominikanische Republik
  • Haiti
  • Puerto Rico

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO)
  • World Flora Online (WFO)
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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