Verkehrt-eiförmige Quassia (Quassia obovata)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Quassia obovata – Die südamerikanische Bitteresche

Unter den artenreichen Holzgewächsen des südamerikanischen Regenwaldes nimmt Quassia obovata einen besonderen Platz ein. Diese Art wurde ursprünglich von Richard Spruce erfasst, von Adolf Engler beschrieben und schließlich 1963 durch Hans Peter Nooteboom der Gattung Quassia zugeordnet. Sie gehört zur botanischen Familie der Simaroubaceae.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Quassia (Quassiabaum)
  • Art Quassia obovata (Verkehrt-eiförmige Quassia)

Lebendiger Puls

Morphologie

Das auffälligste Merkmal dieser Gehölzart spiegelt sich in ihrem wissenschaftlichen Epitheton wider, welches auf die verkehrt-eiförmigen (obovaten) Blätter verweist. Diese glatten Blätter haben eine keilförmige Basis und sind an der Spitze abgerundet. Die Rinde ist hellgrau und schmeckt extrem bitter.

Die Blüten sind in lockeren Rispen angeordnet und weisen meist eine rötliche bis gelbliche Färbung auf. Die daraus resultierenden Früchte sind kleine, elliptische Steinfrüchte, die sich bei Reife dunkel färben.

Anwendungen

Aufgrund der hohen Konzentration von Bitterstoffen in allen Pflanterteilen wird das Holz lokal zur Herstellung von natürlichen Insektiziden verwendet. In der südamerikanischen Volksmedizin dienen Auszüge aus der Rinde zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden. Die enthaltenen Quassinoide werden zudem auf ihre potenziellen pharmakologischen Wirkungen hin untersucht.

Interessante Fakten

Die Pflanzenteile sind so bitter, dass Weidetiere und Blattschneiderameisen die Pflanze meiden, was ihr einen effektiven natürlichen Schutz bietet. Botanische Sammler im 19. Jahrhundert nutzten die Bitterkeit des Holzes oft als Identifikationsmerkmal direkt im Feld.

Verbreitungsgebiet

  • Brasilien
  • Venezuela
  • Peru

Quellen

  • POWO (Plants of the World Online): Quassia obovata (Spruce ex Engl.) Noot.
  • WFO (World Flora Online): Quassia obovata (Spruce ex Engl.) Nooteboom
  • Tropicos: Missouri Botanical Garden database entry for Quassia obovata

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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