Pará-Quassia (Quassia paraensis)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Quassia paraensis: Merkmale und Botanik der Amazonas-Art

In den dichten Regenwäldern des brasilianischen Bundesstaates Pará beheimatet, zieht die holzige Art Quassia paraensis das Interesse der Forschung auf sich. Diese Pflanzenart wurde im Jahr 1963 durch den Botaniker Hans Peter Nooteboom wissenschaftlich neu kombiniert. Sie stellt einen charakteristischen Vertreter der artenreichen Flora des Amazonasbeckens dar.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Quassia (Quassiabaum)
  • Art Quassia paraensis (Pará-Quassia)

Lebendiger Puls

Morphologie

Dieses Gewächs bildet aufrechte, verholzende Strukturen aus, die als Strauch oder kleiner Baum wachsen. Die Laubblätter sind wechselständig angeordnet, weisen eine einfache Form auf und besitzen eine ledrige Textur. Die Blattoberfläche ist weitgehend kahl und glänzend.

Die Blütenstände entwickeln sich in den Blattachseln oder an den Zweigenden. Die kleinen, zwittrigen Blüten besitzen eine doppelte Blütenhülle mit meist vierzähligem Aufbau. Die Früchte sind als Steinfrüchte ausgebildet und enthalten jeweils einen einzigen Samen.

Anwendungen

Wie viele andere Vertreter der Gattung Quassia zeichnet sich diese Art durch extrem bittere Inhaltsstoffe aus. In der regionalen Volksheilkunde finden Rindenextrakte traditionell bei Fieber und Magenbeschwerden Verwendung. Zudem werden die enthaltenen Quassinoide auf ihre Wirksamkeit gegen Krankheitserreger untersucht.

Interessante Fakten

Der Gattungsname ehrt Graman Quassi, einen ehemaligen Sklaven und Heiler aus Surinam, der die medizinische Wirkung dieser Gehölze entdeckte. Die Art Quassia paraensis ist an die extremen Feuchtigkeitsbedingungen des tropischen Regenwalds angepasst. Ihre bitteren Wirkstoffe dienen der Pflanze als natürlicher Schutz vor gefräßigen Insekten.

Verbreitungsgebiet

  • Pará, Brasilien

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO)
  • World Flora Online (WFO)
  • Tropicos (Missouri Botanical Garden)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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