Beerenförmige Sarcoca (Sarcoca acinosa)

Asiatische Kermesbeere Indische Kermesbeere
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Sarcoca acinosa: Taxonomie, Merkmale und Verbreitung

Ursprünglich in den gemäßigten und subtropischen Zonen Ostasiens beheimatet, gedeiht Sarcoca acinosa bevorzugt in feuchten Tallagen und an Waldrändern. Botaniker schätzen diese Art besonders wegen ihrer komplexen morphologischen Merkmale und der segmentierten Früchte, die sie von eng verwandten Arten unterscheiden.

Die Pflanze bildet tief reichende Pfahlwurzeln aus, die ihr das Überleben in trockeneren Perioden sichern. In der wissenschaftlichen Literatur findet man sie sehr häufig unter dem weithin bekannten Synonym Phytolacca acinosa.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superasterids
  • Ordnung Caryophyllales
  • Familie Phytolaccaceae (Kermesbeerengewächse)
  • Gattung Sarcoca (Fleischige Kermesbeere)
  • Art Sarcoca acinosa (Beerenförmige Sarcoca)

Lebendiger Puls

Morphologie

Der Wuchs von Sarcoca acinosa ist ausladend, mit kräftigen, oft rötlich überlaufenen Stängeln. Die eiförmig bis elliptisch geformten Laubblätter sind leuchtend grün, wobei die Blattadern auf der Unterseite stark hervortreten.

Besonders charakteristisch sind die Blütenstände, die aufrecht stehen bleiben und sich nicht nach unten neigen. Die daraus resultierenden Beerenfrüchte bestehen aus acht oder mehr deutlich voneinander getrennten Fruchtblättern, die im reifen Zustand eine schwarz-violette Färbung annehmen.

Anwendungen

Historische Quellen belegen, dass junge Blätter in Teilen Asiens nach mehrmaligem Abkochen verzehrt wurden, um vorhandene toxische Verbindungen zu zerstören. Der aus den Beeren gewonnene Saft fand traditionell Verwendung als Tinte und zum Färben von Geweben.

Interessante Fakten

Im Gegensatz zu vielen anderen Taxa behalten die reifen Fruchtstände von Sarcoca acinosa ihre aufrechte Position bei, was ein wichtiges diagnostisches Merkmal bei der Feldidentifikation darstellt. Die Wurzeln weisen hohe Konzentrationen spezifischer sekundärer Pflanzenstoffe auf, die Gegenstand aktueller phytochemischer Untersuchungen sind.

Verbreitungsgebiet

  • China
  • Indien
  • Japan
  • Korea
  • Nepal
  • Myanmar

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO)
  • GBIF Secretariat: GBIF Backbone Taxonomy
  • World Flora Online (WFO)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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