Typische Bläuliche Simarouba (Simarouba glauca var. typica)
Simarouba glauca var. typica: Porträt des Paradiesbaums
Unter der intensiven Sonne Mittelamerikas und der karibischen Inseln entfaltet ein bemerkenswerter Baum seine glänzende, blaugrün schimmernde Blätterkrone. Dieser immergrüne Baum, wissenschaftlich bekannt als Simarouba glauca var. typica, prägt mit seiner markanten Gestalt trockene Küstenwälder und Savannen.
In vielen Regionen wird dieses Taxon wegen seiner vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten als wertvoller Nutzwertbaum geschätzt. Die indigene Bevölkerung nutzt seit Generationen die Rinde und Samen für traditionelle Heilverfahren und handwerkliche Zwecke.
Taxonomie
- ∟ царство Plantae
- ∟ Abteilung Tracheophytes
- ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
- ∟ Angiosperms
- ∟ mesangiosperms
- ∟ eudicots
- ∟ Superrosids
- ∟ rosids
- ∟ malvids
- ∟ Ordnung Sapindales
- ∟ Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
- ∟ Gattung Simarouba (Simaruba)
- ∟ Art Simarouba glauca (Graue Simarouba)
- ∟ Varietät Simarouba glauca var. typica (Typische Bläuliche Simarouba)
Morphologie
Simarouba glauca var. typica wächst als mittelgroßer bis großer, immergrüner Baum, der Wuchshöhen von bis zu 15 Metern erreichen kann. Seine Rinde ist glatt, von gräulich-brauner Farbe und besitzt einen extrem bitteren Geschmack.
Die Blätter sind wechselständig angeordnet und unpaarig gefiedert. Jedes Blatt besteht aus mehreren ledrigen, länglichen Fiederblättchen, die auf der Oberseite dunkelgrün glänzen und auf der Unterseite eine charakteristische, wachsartige, blaugrüne Färbung aufweisen.
Als zweihäusige Pflanze trägt dieser Baum getrenntgeschlechtliche Blüten. Die kleinen, unauffälligen Blüten sind von blassgelber bis grünlich-weißer Farbe und stehen in lockeren, endständigen Rispen angeordnet.
Aus den befruchteten weiblichen Blüten entwickeln sich eiförmige Steinfrüchte. Diese verfärben sich bei der Reife von leuchtend rot zu einem tiefen Purpurviolett oder Schwarz und enthalten einen einzelnen, ölreichen Samen.
Blütezeit
Die Blütezeit erstreckt sich hauptsächlich über das späte Frühjahr von Februar bis April.
Anwendungen
Die ökonomische Bedeutung von Simarouba glauca var. typica erstreckt sich über verschiedene Industrie- und Handwerkszweige:
- Heilmittel: Die Rinde enthält Bitterstoffe und Simaroubicide, die traditionell zur Behandlung von Ruhr, Durchfall und Malaria eingesetzt werden.
- Samennutzung: Aus den Samen wird ein hochwertiges Pflanzenöl gepresst, das sowohl als Speiseöl als auch für die Herstellung von Seifen und Biodiesel Verwendung findet.
- Holzwirtschaft: Das helle, leichte Holz lässt sich leicht bearbeiten und ist widerstandsfähig gegen Insektenfraß, weshalb es für Kisten, Streichhölzer und Papierbrei genutzt wird.
- Forstwirtschaft: Dank seiner extremen Trockenheitsresistenz und des tiefen Wurzelsystems eignet sich der Baum hervorragend zur Wiederaufforstung degradierter Flächen und zum Erosionsschutz.
Interessante Fakten
Rund um Simarouba glauca var. typica gibt es faszinierende biologische und historische Besonderheiten:
- Der Beiname glauca beschreibt präzise die blaugrüne, wachsartige Schicht auf den Blattunterseiten, die als Verdunstungsschutz dient.
- In Indien wurde die Art unter dem Namen Laxmitaru eingeführt, um die lokale Landwirtschaft in trockenen und unfruchtbaren Regionen zu unterstützen.
- Historisch erlangte das Holz als "Bitterholz" Bekanntheit, da daraus gefertigte Trinkbecher dem Wasser einen bitteren Geschmack verliehen, dem heilsame Kräfte zugeschrieben wurden.
Verbreitungsgebiet
- Mexiko
- Guatemala
- Belize
- Honduras
- El Salvador
- Nicaragua
- Costa Rica
- Panama
- Kuba
- Jamaika
- Dominikanische Republik
- Haiti
- Bahamas