Curaray-Kakaobaum (Theobroma cacao ‘Curaray’)

Curaray-Kakao
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Theobroma cacao 'Curaray': Seltene Kakao-Gengruppe

Die tiefen Dschungelgebiete entlang des ecuadorianischen Flusses Curaray beheimaten diesen seltenen Kakaotyp. Im Rahmen der wegweisenden genetischen Kartierung von Motomayor im Jahr 2008 wurde diese Population als eigenständige, fundamentale Gengruppe klassifiziert. Im Gegensatz zu anderen Kakaolinien des oberen Amazonas blieb diese Form geografisch stark isoliert.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Malvales
  • Familie Malvaceae
  • Unterfamilie Byttnerioideae
  • Gattung Theobroma (Kakaobäume)
  • Art Theobroma cacao (Echter Kakaobaum)
  • Cultivar Theobroma cacao ‘Curaray’ (Curaray-Kakaobaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Dieser Baum wächst unter den schattigen Bedingungen des tropischen Primärwaldes. Seine Blätter sind groß, glatt und weisen eine charakteristische Aderung auf, die für eine optimale Lichtausnutzung im dichten Unterholz sorgt. Die Blüten entstehen kauliflor direkt am Stamm und werden von winzigen Mücken bestäubt.

Die Früchte entwickeln sich langsam und besitzen eine ledrige, oft unebene Oberfläche. Genetisch steht die Curaray-Gruppe den berühmten Linien Criollo und Nacional sehr nahe. Dies spiegelt sich in einer feinen Struktur der Samenkeimlinge und einem potenziell sehr edlen Aromenprofil wider.

Blütezeit

Ganzjährig

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Bisher findet dieser Kakaotyp aufgrund seiner geografischen Abgeschiedenheit keine Verwendung im kommerziellen Großanbau. Er gilt jedoch in der Wissenschaft als eine der vielversprechendsten Ressourcen für die zukünftige Kakaozüchtung. Forscher erhoffen sich durch die Hybridisierung mit Curaray-Klonen eine deutliche Steigerung der Widerstandsfähigkeit bei gleichzeitig hervorragender Geschmack Qualität.

Interessante Fakten

  • Die Benennung erfolgte nach dem Fluss Curaray im Osten Ecuadors, an dessen Ufern die Wildbäume erstmals dokumentiert wurden.
  • Im Gegensatz zu vielen anderen amazonischen Genotypen breitete sich der Curaray-Kakao nicht entlang des Hauptstroms aus, sondern blieb im ecuadorianischen Becken endemisch.
  • Wissenschaftler vermuten, dass die genetische Nähe zum Criollo-Kakao auf eiszeitliche Refugien im pleistozänen Amazonasbecken zurückzuführen ist.

Verbreitungsgebiet

  • Ecuador
  • Peru

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