Guayana-Kakaobaum (Theobroma cacao ‘Guiana’)

Guiana-Kakao Guyane-Kakaobaum Wilder Kakao aus Französisch-Guayana
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Theobroma cacao 'Guiana' – Wilder Kakao aus Französisch-Guayana

Unter den verschiedenen Gruppen des Kakaobaums nimmt diese genetische Linie aus den Regenwäldern Südamerikas eine besondere Stellung ein. Als eine der zehn von der Wissenschaft definierten Ur-Linien unterscheidet sich der Baum genetisch signifikant von anderen Kakaovarietäten. Er wächst natürlicherweise im schattigen Unterholz und erreicht dort oft beachtliche Höhen.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass diese Kakaopflanzen isoliert im südöstlichen Französisch-Guayana überdauerten und eine eigenständige Evolution durchliefen. Die Entdeckung dieser wilden Vorkommen geht auf das frühe 18. Jahrhundert zurück.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Malvales
  • Familie Malvaceae
  • Unterfamilie Byttnerioideae
  • Gattung Theobroma (Kakaobäume)
  • Art Theobroma cacao (Echter Kakaobaum)
  • Cultivar Theobroma cacao ‘Guiana’ (Guayana-Kakaobaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Im dichten Kronendach des Unterholzes entwickelt sich die Pflanze zu einem immergrünen Baum mit einer Wuchshöhe von bis zu 25 Metern. Die großen, ledrigen Blätter bilden ein dichtes Laubwerk aus.

Die Früchte, auch Kakaoschoten genannt, weisen eine charakteristische Struktur auf. Sie zeichnen sich durch tief ausgeprägte Furchen und eine deutlich warzige Oberfläche aus, was sie optisch von vielen Kultursorten unterscheidet.

Anwendungen

Diese Kakaobäume dienen Forschern und Züchtern als wertvolle Quelle für die landwirtschaftliche Optimierung. Aufgrund ihrer hohen Krankheitsresistenz und Produktivität bieten sie großes Potenzial für die Züchtung robusterer Kakaosorten.

Zudem weisen die Samen eine hervorragende organoleptische Qualität auf. Die genetischen Ressourcen werden für gezielte Kreuzungen genutzt, um den Geschmack und die Widerstandsfähigkeit zukünftiger Kakaoplantagen zu verbessern.

Interessante Fakten

Die Entdeckung der wilden Bestände im Jahr 1729 war ein historischer Zufall. Der französische Feldwebel Delahaye suchte eigentlich nach dem legendären Eldorado und dem See Parime, stieß stattdessen jedoch auf die ausgedehnten Kakao-Urwälder.

Moderne genetische Forschungen deuten darauf hin, dass diese Bäume während der Eiszeiten in isolierten Waldinseln überlebten. Die Trockenheit der umliegenden Savannen verhinderte über Jahrtausende eine genetische Vermischung mit anderen Kakao-Populationen.

Verbreitungsgebiet

  • Französisch-Guayana

Quellen

  • Motomayor, J. C. et al. (2008). Geographic and Genetic Population Differentiation of the Amazonian Chocolate Tree. PLoS ONE.
  • Lachenaud, P., Sounigo, O., & Sallée, B. (2005). Les cacaoyers spontanés de Guyane : état des recherches. Acta Botanica Gallica.
  • NPGS (National Plant Germplasm System) Taxon Information.

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