Ampurisches Bach-Quellkraut
Montia fontana subsp. amporitana
Unterart des Bach-Quellkrauts mit charakteristisch höckeriger Samenschale, heimisch an kalkarmen Quellen, Gräben und feuchten Äckern …
Montia fontana subsp. fontana ist eine zierliche, oft polsterbildende Sumpfpflanze, die in kühlen, kalkarmen Quellfluren und klaren Bächen der kühlen sowie gemäßigten Zonen wächst. Das lateinische Artepitheton fontana bedeutet „an Quellen wachsend“ und verweist direkt auf ihren bevorzugten Lebensraum im rieselnden, sauerstoffreichen Kaltwasser.
In der botanischen Systematik repräsentiert diese Unterart die Nominatform jener Art, die Carl von Linné bereits 1753 in seinem Werk Species Plantarum erstbeschrieb. Innerhalb der formenreichen Gattung Montia grenzt sich die Unterart subsp. fontana vor allem durch ihre vollkommen glatten, stark glänzenden Samenschalen von nah verwandten Sippen ab.
Die Pflanze wächst als einjähriges oder ausdauerndes, weiches Kraut, dessen reich verzweigte Stängel je nach Wasserstand im Schlamm kriechen oder im Wasser fluten. Die kahlen Triebe erreichen meist eine Länge von 5 bis 30 Zentimetern und bilden an den unteren Knoten feine Wurzeln aus.
Die gegenständigen Laubblätter sind leicht fleischig, spatelig bis schmal-verkehrt-eiförmig geformt und ganzrandig. Ihre helle, gelblich- bis frischgrüne Färbung macht die dichten Rasen im Quellwasser schon von Weitem erkennbar.
Mai bis September
In Regionen Südwesteuropas, insbesondere in Teilen Spaniens und Portugals, werden die jungen, zarten Triebe vor der Blütezeit traditionell als Wildgemüse gesammelt. Die saftigen Blätter namens maruja oder corujas besitzen einen milden, leicht säuerlichen Geschmack und bereichern frische Frühlingssalate sowie ländliche Eintöpfe.
Beim Sammeln in der Natur ist jedoch äußerste Sorgfalt geboten, da die Gewässer absolut sauber und frei von Weidevieh sein müssen, um eine Übertragung von Parasiten wie dem Großen Leberegel zu vermeiden. In botanischen Sammlungen dient die Sippe zudem als wichtiger Zeigerorganismus für unberührte, nährstoff- und kalkarme Kaltwasserquellen.
Da Quellfluren im Frühjahr oft hoch überflutet und das Wetter in kühlen Breiten unbeständig ist, verlässt sich Montia fontana subsp. fontana nicht allein auf fliegende Bestäuber. Steigt der Wasserspiegel an oder bleibt es kühl, schaltet die Pflanze auf Kleistogamie um — eine Selbstbestäubung in der geschlossenen, oft untergetauchten Blütenknospe.
In diesem geschützten Hohlraum umschließen die Kronblätter eine winzige Luftblase, in der die Staubbeutel ihren Pollen direkt auf die eigene Narbe übertragen, ohne dass Wasser den Befruchtungsprozess stört. Selbst bei dauerhaftem Hochwasser ist so eine verlässliche Samenproduktion gesichert.
Montia fontana subsp. amporitana
Unterart des Bach-Quellkrauts mit charakteristisch höckeriger Samenschale, heimisch an kalkarmen Quellen, Gräben und feuchten Äckern …
Montia fontana subsp. fontana
Kälteliebende Nominat-Unterart des Quellkrauts mit glänzend glatten Samen, die in klaren Quellbächen und arktisch-alpinen Gewässern …
Picrasma
Eine Gattung sommergrüner Bäume und Sträucher aus der Familie der Bittereschengewächse, bekannt für ihre ausgeprägte …
Araucaria humboldtensis
Eine kleine, stark gefährdete Araukarien-Art aus den rauen Bergregionen im Süden Neukaledoniens.