Ampurisches Bach-Quellkraut
Montia fontana subsp. amporitana
Unterart des Bach-Quellkrauts mit charakteristisch höckeriger Samenschale, heimisch an kalkarmen Quellen, Gräben und feuchten Äckern …
Montia fontana subsp. fontana ist das klassische Quellkraut kalter, sauerstoffreicher Gebirgsbäche, Quellmoore und nordischer Tundrengewässer. Das Epitheton fontana leitet sich vom lateinischen Wort fons für „Quelle“ ab und verweist auf die Vorliebe dieser smaragdgrünen Pflanze für ganzjährig kühles, rieselndes Quellwasser.
Als Nominat-Unterart repräsentiert sie genau jene Form, die Carl von Linné 1753 bei der Erstbeschreibung von Montia fontana vorlag. Innerhalb der Gattung Montia zeichnet sich diese Unterart durch die stärkste Bindung an dauerhaft nasse, kühle Lebensräume der Nord- und Südhalbkugel aus.
In fließendem oder stehendem Kaltwasser bildet Montia fontana subsp. fontana bis zu dreißig Zentimeter lange, schlaff flutende oder im nassen Moos aufsteigende Stängel. Die zarten Sprosse verzweigen sich gabelig und bilden oft dichte, hell- bis dunkelgrüne Unterwasserrasen.
Die gegenständigen Blätter sind schmal-lanzettlich bis spatelig, am Grund leicht miteinander verwachsen und besitzen eine glatte, zarte Epidermis. Die kleinen Blüten mit zwei dauerhaften Kelchblättern und fünf weißen, am Grund kurz verwachsenen Kronblättern ragen meist knapp über den Wasserspiegel hinaus.
Unter dem Mikroskop lässt sich die Nominat-Unterart eindeutig von allen anderen Sippen der Artengruppe abgrenzen:
Sommer (Juni bis September)
In Regionen mit sauberen, kühlen Quellgewässern wurden die jungen, zarten Triebe von Montia fontana subsp. fontana traditionell als frisches Wildgemüse gesammelt. Die leicht fleischigen Blätter besitzen einen milden, leicht säuerlichen Geschmack und wurden ähnlich wie Brunnenkresse roh in Frühlings-Salaten oder gedünstet in Suppen verwendet.
In botanischen Gärten mit alpinen oder arktischen Abteilungen dient die Unterart zudem als Spezialpflanze für kühl durchströmte Moorbeete und naturnahe Quellfluren.
Ein kalter Gebirgsquellbach stellt Pflanzen vor ein physikalisches Problem: Wie verbreitet man Samen in einem Lebensraum, in dem das Wasser unaufhörlich bergab fließt, ohne dass die gesamte Population im Laufe der Zeit ins Tiefland ausgespült wird. Montia fontana subsp. fontana löst diese Herausforderung durch ein zweistufiges Ausbreitungssystem.
Sobald die dreiklappige Kapselfrucht reift, biegt sich der Blütenstiel zunächst nach unten, richtet sich kurz vor dem Öffnen jedoch wieder auf. Beim Trocknen der Kapselwände baut sich eine präzise mechanische Spannung auf, bis sich die drei Klappen schlagartig nach innen einrollen.
Taxonsynonyme: Montia fontana subsp. tenerrima, Montia stenophylla, Montia fontana var. tenerrima, Montia minima, Montia fontana var. minor, Calandrinia cerrateae, Montia fontana subsp. lamprosperma, Montia funstonii, Montia verrucosa, Cameraria fontana, Montia lamprosperma, Claytonia hallii, Montia hallii, Montia linearifolia, Montia andina, Montia dipetala, Montia humilis, Montia erecta, Montia alsine-facie, Montia pentandra
Montia fontana subsp. amporitana
Unterart des Bach-Quellkrauts mit charakteristisch höckeriger Samenschale, heimisch an kalkarmen Quellen, Gräben und feuchten Äckern …
Montia fontana f. subsp. fontana
Eine zarte, polsterbildende Wasser- und Sumpfpflanze kühler Quellen, die sich durch glänzend glatte, schwarze Samen …
Picrasma
Eine Gattung sommergrüner Bäume und Sträucher aus der Familie der Bittereschengewächse, bekannt für ihre ausgeprägte …
Araucaria humboldtensis
Eine kleine, stark gefährdete Araukarien-Art aus den rauen Bergregionen im Süden Neukaledoniens.