Amerikanische Kermesbeere
Phytolacca americana
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In den Andenregionen Südamerikas, in Höhenlagen von bis zu 3500 Metern über dem Meeresspiegel, gedeiht die robuste Phytolacca bogotensis. Diese ausdauernde Krautpflanze ist unter lokalen Namen wie „Guaba“ oder „Maíz de perro“ bekannt und erträgt frostige Temperaturen von bis zu -5 °C.
Dank ihrer Anpassungsfähigkeit wächst sie sowohl auf feuchten Gebirgsböden als auch an halbschattigen Hängen. Neben ihrer ökologischen Bedeutung in den andinen Bergwäldern wird sie traditionell als Heil- und Zierpflanze geschätzt.
Die kahle, mehrjährige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 1,5 Metern und bildet eine dicke, fleischige Rübenwurzel aus, die eine beachtliche Länge von bis zu 1 Meter erreichen kann. Ihr aufrechter, hohler Stängel weist eine charakteristische violette Färbung auf und verzweigt sich im oberen Bereich.
Die wechselständigen, länglichen Blätter besitzen rötliche Blattstiele und sind 6 bis 10 Zentimeter lang sowie 2 bis 7 Zentimeter breit, wobei die Aderung auf der Unterseite deutlich hervortritt. Die endständigen Blütentrauben tragen zwittrige, weißliche bis rosafarbene Blüten mit 5 Kelchblättern, 7 bis 13 Staubblättern und 7 bis 9 Stempeln. Die Früchte sind kugelige Beeren, die sich bei der Reife von Purpur zu glänzendem Schwarz verfärben.
In Kolumbien ist die medizinische Verwendung von Zubereitungen aus der Wurzel als lokales, äußerliches Entzündungshemmer offiziell zugelassen. Die traditionelle Medizin nutzt zudem folgende Pflanzenteile:
Neben der medizinischen Verwendung wird die Art in Südamerika gelegentlich auch als Zierpflanze gepflanzt.
Der Name bogotensis verweist auf den Fundort der Pflanze in der Umgebung der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá. Bemerkenswert ist ihre Kältetoleranz: Im Gegensatz zu vielen tropischen Verwandten kann diese Andenpflanze leichte Fröste von bis zu -5 °C unbeschadet überstehen.
Taxonsynonyme: Phytolacca parviflora, Phytolacca micrantha
Phytolacca americana
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