Verschiedenkelchige Kermesbeere (Phytolacca heterosepala)

Mexikanische Kermesbeere
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Phytolacca heterosepala – Mexikanische Kermesbeere

In den halbtrockenen Regionen Mexikos und Kaliforniens, wo intensive Sonneneinstrahlung den Boden austrocknet, behauptet sich diese robuste Wildpflanze. Phytolacca heterosepala, im englischsprachigen Raum auch als Mexican pokeweed bekannt, fasziniert Botaniker durch ihre hohe Anpassungsfähigkeit an karge Landschaften.

Als typisches Mitglied der Gattung der Kermesbeeren trägt sie zur Artenvielfalt in ihrer Heimat bei. Die Pflanze hat sich zudem über den Atlantik ausgebreitet und ist heute in Ländern wie Portugal als Neophyt anzutreffen.

Taxonomie

  • ∟ царство Plantae
  • ∟ Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • ∟ Angiosperms
  • ∟ mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • ∟ eudicots
  • ∟ core eudicots
  • ∟ Superasterids
  • ∟ Ordnung Caryophyllales
  • ∟ Familie Phytolaccaceae (Kermesbeerengewächse)
  • ∟ Gattung Phytolacca (Kermesbeere)
  • ∟ Art Phytolacca heterosepala (Verschiedenkelchige Kermesbeere)

Lebendiger Puls

Morphologie

Phytolacca heterosepala wächst als mehrjährige, krautige Pflanze oder kleiner Strauch mit einer kräftigen, fleischigen Pfahlwurzel. Die wechselständig angeordneten Blätter weisen eine eiförmige bis lanzettliche Form auf und besitzen einen glatten Blattrand.

Der Blütenstand besteht aus end- oder achselständigen Trauben, an denen zahlreiche kleine, grünlich-weiße Blüten sitzen. Das charakteristische Merkmal dieser Art sind die fünf Kelchblätter (Sepalen), die auffällig ungleich groß ausgebildet sind, was sich im Epitheton heterosepala widerspiegelt.

Nach der Bestäubung entwickeln sich glänzende, dunkelviolette bis schwarze Beeren. Diese fleischigen Früchte enthalten einen intensiv färbenden, tiefroten Saft und beherbergen die dunklen Samen.

Anwendungen

Aufgrund der hohen Konzentration an giftigen Saponinen findet Phytolacca heterosepala keine kommerzielle oder gärtnerische Anwendung. In der Wildnis dient sie vor allem als Nahrungsquelle für Vögel, die gegen die Toxine immun sind und zur Verbreitung der Samen beitragen.

Interessante Fakten

  • Das Artepitheton heterosepala leitet sich von den griechischen Wörtern für „verschieden“ und „Kelchblatt“ ab, da die Blüten der Pflanze ungleiche Sepalen besitzen.
  • Obwohl die Art in Nordamerika heimisch ist, wurde sie nach Europa verschleppt und hat sich in Portugal erfolgreich etabliert.
  • Wie viele andere Kermesbeeren-Arten enthalten alle Pflanzenteile von Phytolacca heterosepala Saponine und andere toxische Verbindungen, die als natürlicher Schutz gegen Fraßfeinde dienen.

Verbreitungsgebiet

  • Mexiko
  • Vereinigte Staaten
  • Portugal

Siehe auch

Beeren-Kermesbeere

Beeren-Kermesbeere

Phytolacca acinosa

Kräftige Staude aus Ostasien mit aufrechten weißen Blütentrauben und glänzenden, brombeerartigen Sammelfrüchten, die traditionell als …