Achtmännige Kermesbeere (Phytolacca octandra)

Inkweed Red Inkplant

Phytolacca octandra: Giftiges Inkweed weltweit verbreitet

Mit ihren namensgebenden acht Staubblättern besiedelt die giftige Phytolacca octandra weite Teile der subtropischen und tropischen Regionen weltweit. Ursprünglich aus den neotropischen Gebieten Amerikas stammend, hat sich das anpassungsfähige Kraut in vielen Teilen der Welt als ausdauerndes Wildkraut etabliert.

Wegen der tiefen, purpurroten Färbung ihres Beerensaftes ist die Pflanze im englischsprachigen Raum auch als „Inkweed“ oder „Red Inkplant“ bekannt. Aufgrund ihrer starken Toxizität wird sie von Weidetieren gemieden und gilt in einigen Regionen als invasives Weideunkraut.

Taxonomie

  • ∟ царство Plantae
  • ∟ Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • ∟ Angiosperms
  • ∟ mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • ∟ eudicots
  • ∟ core eudicots
  • ∟ Superasterids
  • ∟ Ordnung Caryophyllales
  • ∟ Familie Phytolaccaceae (Kermesbeerengewächse)
  • ∟ Gattung Phytolacca (Kermesbeere)
  • ∟ Art Phytolacca octandra (Achtmännige Kermesbeere)

Lebendiger Puls

Morphologie

Diese ausdauernde krautige Pflanze erreicht gewöhnlich eine Höhe von 0,2 bis 1 Meter. Die Blätter sind wechselständig angeordnet, messen 6 bis 15 Zentimeter in der Länge und 2 bis 6 Zentimeter in der Breite, wobei sie an der Spitze spitz bis zugespitzt und an der Basis keilförmig zulaufen.

Ihre Blütenstände sind end- oder blattwinkelständige Trauben mit einer Länge von 5 bis 15 Zentimetern und behaarter Blütenstandsachse. Die winzigen Kelchblätter sind weiß bis rötlich-purpurn gefärbt und werden 2,2 bis 3 Millimeter lang. Die Blüten weisen typischerweise 7 bis 8 Staubblätter auf und besitzen einen Fruchtknoten aus 7 bis 8 vollständig miteinander verwachsenen Fruchtblättern, aus denen sich später dunkle Beeren entwickeln.

Anwendungen

Die reifen Beeren der Pflanze liefern einen tiefen, purpurroten Saft mit vielseitigen Einsatzmöglichkeiten. Folgende Anwendungen sind historisch und traditionell dokumentiert:

  • Farbstoffgewinnung: Der Saft diente früher zur Herstellung von Tinte und Farbstoffen.
  • Volksmedizin: Trotz der hohen Toxizität wurden Extrakte in sehr geringen Dosen traditionell angewendet.

Interessante Fakten

Das Epitheton octandra bedeutet übersetzt „achtmännig“ und verweist direkt auf die charakteristischen acht Staubblätter der Blüten. Der englische Trivialname „Inkweed“ erinnert daran, dass Pioniere und frühe Siedler den dunkelvioletten Beerensaft tatsächlich als Tinte zum Schreiben nutzten.

Verbreitungsgebiet

  • Südafrika
  • Mexiko

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO)
  • World Flora Online (WFO)
  • Tropicos.org
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

Siehe auch

Beeren-Kermesbeere

Beeren-Kermesbeere

Phytolacca acinosa

Kräftige Staude aus Ostasien mit aufrechten weißen Blütentrauben und glänzenden, brombeerartigen Sammelfrüchten, die traditionell als …