Amerikanische Kermesbeere
Phytolacca americana
Die Amerikanische Kermesbeere (Phytolacca americana) ist eine imposante, aber stark giftige Staude aus Nordamerika, die …
Die in den Bergregionen Chinas beheimatete Pflanze Phytolacca polyandra besticht durch ihre robusten, aufrechten Blütenstände und die auffälligen, dunklen Fruchtstände. Diese mehrjährige krautige Pflanze wächst bevorzugt an Waldrändern, in Tälern und auf Berghängen in mittleren bis hohen Lagen Chinas.
Wie viele Vertreter ihrer Gattung ist auch dieses Gewächs in allen Pflanzenteilen stark giftig, was ihr als natürlicher Schutz gegen Fressfeinde dient. In ihrer Heimat besitzt sie neben ihrer ökologischen Rolle auch eine historische Bedeutung in der traditionellen Verwendung.
Phytolacca polyandra wächst als kräftige, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von meist 1 bis 1,5 Metern. Ihre aufrechten Stängel sind kahl, stark verzweigt und weisen oft eine rötliche bis purpurne Färbung auf.
Die wechselständig angeordneten Laubblätter besitzen eine elliptische bis eiförmig-längliche Form mit einer spitzen oder zugespitzten Blattspitze. Die Blattränder sind ganzrandig, und die Spreite kann eine Länge von bis zu 30 Zentimetern erreichen.
Der Blütenstand ist eine endständige oder blattgegenständige Traube, die aufrecht steht. Die Blüten zeichnen sich durch eine hohe Anzahl an Staubblättern (oft mehr als 10 bis 16) aus, worauf auch das Epitheton polyandra hinweist. Die Blütenhüllblätter sind weiß oder rosa gefärbt und vergrößern sich während der Fruchtreife, wobei sie sich grünlich verfärben.
Zusammenfassend lassen sich folgende morphologische Erkennungsmerkmale festhalten:
Sommer (Juni bis August)
Aufgrund der hohen Konzentration an toxischen Saponinen und Proteinen ist eine Nutzung als Nahrungsmittel ausgeschlossen. In der traditionellen chinesischen Medizin finden die getrockneten Wurzeln unter strenger Kontrolle Anwendung bei der Behandlung von Ödemen und Schwellungen.
Darüber hinaus ist die Pflanze von wissenschaftlichem Interesse, da sie bioaktive Verbindungen enthält, die auf ihre antimikrobiellen und antiviralen Eigenschaften hin untersucht werden. Eine Verwendung im heimischen Garten ist wegen der Vergiftungsgefahr für Mensch und Tier nicht ratsam.
Der wissenschaftliche Name verrät ein wesentliches Merkmal der Pflanze: Das griechische Wort polyandra bedeutet „vielmännig“ und verweist auf die ungewöhnlich hohe Zahl an Staubblättern in jeder Blüte. Dies unterscheidet sie von vielen verwandten Arten, die oft nur über acht Staubblätter verfügen.
Die reifen, tiefvioletten Beeren wurden in der Vergangenheit zur Herstellung von Tinte und als Farbstoff für Textilien verwendet. Die Vögel, die die Beeren fressen, sind gegen die Toxine immun und tragen maßgeblich zur Verbreitung der Samen bei.
Taxonsynonyme: Phytolacca clavigera
Phytolacca americana
Die Amerikanische Kermesbeere (Phytolacca americana) ist eine imposante, aber stark giftige Staude aus Nordamerika, die …
Phytolacca dioica
Die Zweihäusige Kermesbeere (Phytolacca dioica), auch Ombubaum genannt, ist eine mächtige, baumförmige Pflanze aus der …
Phytolacca acinosa
Kräftige Staude aus Ostasien mit aufrechten weißen Blütentrauben und glänzenden, brombeerartigen Sammelfrüchten, die traditionell als …
Phytolacca icosandra
Hochwachsende, stark giftige Staude aus den Neotropen mit rötlichen Blattstielen, aufrechten Blütentrauben und glänzend schwarzen …