Rivinaartige Kermesbeere (Phytolacca rivinoides)

Venezolanische Kermesbeere Hierba de Culebra Guaba Airambo Cargamanta
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Phytolacca rivinoides (Venezolanische Kermesbeere) – Steckbrief

In den feuchten Wäldern und Lichtungen der Neotropen beheimatet, zieht Phytolacca rivinoides mit ihren leuchtend rosafarbenen Blütenachsen die Blicke auf sich. Dieser oft kletternde Strauch ist von Mexiko über Mittelamerika bis ins nördliche Südamerika weit verbreitet.

Wegen ihrer stark giftigen Eigenschaften wird die Pflanze in der Naturheilkunde und für traditionelle Anwendungen nur mit äußerster Vorsicht genutzt. Die auffälligen, traubigen Fruchtstände sind typisch für die Vertreter dieser Gattung.

Taxonomie

  • ∟ царство Plantae
  • ∟ Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • ∟ Angiosperms
  • ∟ mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • ∟ eudicots
  • ∟ core eudicots
  • ∟ Superasterids
  • ∟ Ordnung Caryophyllales
  • ∟ Familie Phytolaccaceae (Kermesbeerengewächse)
  • ∟ Gattung Phytolacca (Kermesbeere)
  • ∟ Art Phytolacca rivinoides (Rivinaartige Kermesbeere)

Lebendiger Puls

Morphologie

Dieses Taxon wächst als krautiger, oft spreizklimmender Strauch, der Wuchshöhen von 1 bis 3 Metern erreichen kann. Seine Struktur zeichnet sich durch markante vegetative und generative Merkmale aus:

  • Blätter: Sie sind wechselständig angeordnet, eiförmig bis elliptisch, zwischen 9 und 23 Zentimeter lang sowie 4 bis 10 Zentimeter breit und laufen an beiden Enden spitz zu.
  • Blütenstand: Die endständigen Trauben erreichen beachtliche Längen von 10 bis 70 Metern. Ihre Blütenachsen sind kahl und tragen weiße bis rosafarbene Kelchblätter von etwa 1,5 bis 2,5 Millimeter Länge.
  • Blütenorgane: Jede Blüte besitzt 10 bis 17 Staubblätter, die in zwei Kreisen angeordnet sind, sowie einen oberständigen Fruchtknoten mit ebenso vielen verwachsenen Fruchtblättern.

Anwendungen

Trotz der ausgeprägten Giftigkeit findet Phytolacca rivinoides in den Herkunftsgebieten verschiedene traditionelle Anwendungen. Dazu gehören:

  • Waschmittelersatz: Die Beeren und Blätter enthalten seifenähnliche Stoffe (Saponine) und wurden historisch unter Namen wie Jaboncillo zum Waschen von Kleidung verwendet.
  • Farbstoff: Der Saft der Beeren liefert eine tiefrote Tinte, die zum Färben verwendet werden kann.
  • Volksmedizin: In manchen südamerikanischen Kulturen existieren rituelle und phytotherapeutische Anwendungen unter dem Namen Hierba de Culebra.

Interessante Fakten

Der wissenschaftliche Artname rivinoides verweist auf die Ähnlichkeit der Pflanze mit Vertretern der Gattung Rivina, die ebenfalls zur Familie der Kermesbeergewächse gehört. In den Andenregionen Kolumbiens und Ecuadors wächst sie oft als Pionierpflanze auf gestörten Böden und Waldrändern.

Verbreitungsgebiet

  • Costa Rica
  • Kolumbien
  • Venezuela
  • Ecuador
  • Peru
  • Brasilien
  • Mexiko

Quellen

  • WFO: Phytolacca rivinoides Kunth & C.D.Bouché
  • POWO: Phytolacca rivinoides Kunth & C.D.Bouché
  • GBIF: Phytolacca rivinoides Kunth & C.D.Bouché

Technische Information

Taxonsynonyme: Phytolacca icosandra var. fraseri

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

Siehe auch

Beeren-Kermesbeere

Beeren-Kermesbeere

Phytolacca acinosa

Kräftige Staude aus Ostasien mit aufrechten weißen Blütentrauben und glänzenden, brombeerartigen Sammelfrüchten, die traditionell als …