Amerikanische Kermesbeere
Phytolacca americana
Die Amerikanische Kermesbeere (Phytolacca americana) ist eine imposante, aber stark giftige Staude aus Nordamerika, die …
In den feuchten Bergwäldern der südamerikanischen Anden entfaltet Phytolacca sanguinea ihre charakteristische Wuchsform. Diese ausdauernde Gebirgspflanze besiedelt Höhenlagen von Venezuela bis Peru. Ihre markante Färbung dient als Anpassung an extreme Umweltfaktoren.
Auffälligstes Merkmal dieser krautigen Pflanze sind die intensiv rot gefärbten Stängel und Blütenstandsachsen. Die wechselständigen, elliptischen Blätter besitzen eine sattgrüne Farbe und deutliche Blattnerven.
Die Blüten sind in langen, endständigen Trauben angeordnet, wobei die Kelchblätter oft rötlich oder rosa schimmern. Die kugeligen Beeren färben sich bei der Reife tiefschwarz und sind saftig.
Ganzjährig, mit Schwerpunkt im Südsommer
Lokale Gemeinschaften in den Anden nutzen die Blätter traditionell für Umschläge oder Waschungen. Wegen der starken Toxizität aller Pflanzenteile wird von einer innerlichen Einnahme dringend abgeraten. Gelegentlich extrahiert man rote Farbstoffe aus den reifen Früchten.
Der botanische Artname weist direkt auf die blutrote Färbung der Stängel und Blütenachsen hin. Diese Pigmentierung dient vermutlich als Schutz vor starker UV-Strahlung in den Hochlagen der Anden. Vögel fressen die Beeren schadlos und verbreiten so die hartschaligen Samen.
Phytolacca americana
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