Vierzählige Kermesbeere (Phytolacca tetramera)

Ombusillo Ombucillo
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Phytolacca tetramera – Der vom Aussterben bedrohte Ombusillo

Auf den sandigen Muschelkalkböden der argentinischen Provinz Buenos Aires wächst mit Phytolacca tetramera eine vom Aussterben bedrohte Rarität. Lokal als Ombusillo bekannt, besiedelt das Gewächs nur ein sehr kleines Areal entlang des Río de la Plata. Die anthropogene Zerstörung seines Lebensraums bedroht die Bestände akut.

Taxonomie

  • ∟ царство Plantae
  • ∟ Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • ∟ Angiosperms
  • ∟ mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • ∟ eudicots
  • ∟ core eudicots
  • ∟ Superasterids
  • ∟ Ordnung Caryophyllales
  • ∟ Familie Phytolaccaceae (Kermesbeerengewächse)
  • ∟ Gattung Phytolacca (Kermesbeere)
  • ∟ Art Phytolacca tetramera (Vierzählige Kermesbeere)

Lebendiger Puls

Morphologie

Dieses zweihäusige, krautige oder strauchartige Gewächs erreicht Wuchshöhen von 100 bis 150 Zentimetern. Die oberirdischen Triebe sterben im Winter ab, treiben jedoch im Frühjahr aus den dicken Wurzeln wieder aus. Die verkehrteiförmigen bis lanzettlichen Blätter werden 20 bis 35 Zentimeter lang.

Der grüne Stamm besitzt weiches, schwammiges Holz mit einem hohen Wassergehalt, was dem Überleben in trockenen Phasen dient. Die kleinen Blüten entwickeln sich zu Beeren, wobei die Pflanze octoploid mit einem Chromosomensatz von n=36 ist.

Blütezeit

November

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Früchte dieser Art reich an medizinisch nutzbaren Verbindungen sind. Der methanolische Extrakt der Beeren weist aufgrund spezieller Triterpensaponine eine starke antifungale Wirkung auf. Insbesondere das Phytolaccosid B hemmt das Wachstum opportunistischer Pilze, die für den Menschen pathogen sind.

Interessante Fakten

Der Trivialname Ombusillo verweist auf die Ähnlichkeit mit dem riesigen Ombubaum, obwohl diese Art deutlich kleiner bleibt. Da die Art zweihäusig ist und Populationen oft nur aus Pflanzen eines Geschlechts bestehen, findet eine geschlechtliche Vermehrung über Samen in freier Wildbahn kaum statt. Stattdessen regeneriert sich die Pflanze meist vegetativ über ihre Wurzeln.

Verbreitungsgebiet

  • Argentinien

Quellen

  • POWO: Phytolacca tetramera
  • WFO: Phytolacca tetramera
  • Hauman-Merck (1909): Anales del Museo Nacional de Buenos Aires

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

Siehe auch

Beeren-Kermesbeere

Beeren-Kermesbeere

Phytolacca acinosa

Kräftige Staude aus Ostasien mit aufrechten weißen Blütentrauben und glänzenden, brombeerartigen Sammelfrüchten, die traditionell als …