Rispenblütiges Bitterholz (Quassia amara var. paniculata)

Rispige Bitteresche Rispiges Bitterholz
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Quassia amara var. paniculata: Rispige Bitteresche im Porträt

Unter den botanischen Varietäten von Quassia amara zeichnet sich Quassia amara var. paniculata durch ihre charakteristischen rispigen Blütenstände aus. Diese tropische Pflanze wächst vorwiegend in den feuchten Regionen Südamerikas. Sie ist eng mit der bekannteren Nominatform verwandt, die für ihre extremen Bitterstoffe bekannt ist.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Quassia (Quassiabaum)
  • Art Quassia amara (Echtes Bitterholz)
  • Varietät Quassia amara var. paniculata (Rispenblütiges Bitterholz)

Lebendiger Puls

Morphologie

Diese Varietät wächst als immergrüner Strauch oder kleiner Baum und erreicht Wuchshöhen von bis zu fünf Metern. Die wechselständig angeordneten Blätter sind gefiedert und besitzen oft einen geflügelten Blattstiel. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist der verzweigte, rispenartige Blütenstand mit leuchtend roten Blüten.

Die Blüten weisen eine röhrenförmige Krone auf, die bestäubende Vögel anlockt. Nach der Befruchtung entwickeln sich aus den Blüten kleine, steinobstähnliche Früchte. Alle Pflanzenteile enthalten Bitterstoffe, insbesondere Quassin, das zum natürlichen Schutz vor Fraßfeinden dient.

Anwendungen

In der traditionellen Heilkunde Südamerikas werden Auszüge aus der Rinde zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden genutzt. Die enthaltenen Quassinoide wirken appetitanregend und magenstärkend. Zudem finden die Extrakte als natürliches Insektizid Verwendung.

Interessante Fakten

Der extrem bittere Geschmack des Holzes führt dazu, dass daraus hergestellte Becher genutzt wurden, um Wasser bitter zu machen. Diese Becher waren im 18. Jahrhundert in Europa populär. Die Pflanze wurde nach Graman Quassi benannt, einem ehemaligen Sklaven, der ihre medizinische Wirkung beschrieb.

Verbreitungsgebiet

  • Brasilien
  • Französisch-Guayana
  • Suriname

Quellen

  • POWO: Plants of the World Online (Royal Botanic Gardens, Kew)
  • WFO: World Flora Online Project
  • GBIF: Global Biodiversity Information Facility

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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